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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Achromatisches und aplanatisches. 437

über (f = a. hinaus erweitert, aber die Erleuchtung dieses fal-schen Dildes nimmt durch die in eben den unrichtigen I’unctenvereinigten, von entfernteren Stellen des Glases herkommendenStrahlen zu, und der Nachtheil steigt also in hohem Grade, wennman Strahlen aus weiterem Abstande von der Axe mit aufnimmt.Und dieses ist um so schlimmer, weil ein Ring vom Halbmesserr. Sin. (« + x), der seine Strahlen eben da vereinigt, wo dievon dem Ringe, dessen Halbmesser = r.Sin.(a — x’) ist, ver-einigt werden , mehr Strahlen empfängt, also in stärkerem Gradedie Erleuchtung der das wahre Bild umgebenden Functe beför-dert *. Da dieser Gegenstand von bedeutender Wichtigkeit ist,so theile ich hier einen Brief des Herrn Ritter Gauss an michmit, welcher nähere Andeutungen hierüber enthält. „Auf Ver-„anlassuna Ihres Briefes habe ich eine freie Stunde auf den in„jenem Aufsatze am Ende kurz erwähnten Umstand gewandt.„Der eigentliche Sinn der dortigen Bemerkung scheint nicht von„allen ganz richtig aufgefafst zu seyn, aber auch meine Angabe„bedarf einer kleinen Modification. Ich finde nämlich jetzt„durch eine tiefer eindringende Untersuchung, dals die Un-deutlichkeit, die in dem Ausdrucke für die Längen-Abweichung„von der vierten Potenz des Abstandes der auffallenden Strahlen„von der Axe abhängt, den möglichst kleinsten Total-Einfluls„hat, wenn man das Objectiv so construirt, dafs diejenigen„ Strahlen , die unendlich nahe bei der Axe einfallen , und die-jenigen, die in einer Entfernung =R.j / "-!j auffallen würden,

„ (wo R = Radius des Objectivs ist,) in einem, Puncte A sich„vereinigen, wobei das Ocular dann so steht, dafs man denje-nigen Punct der Axe, wo die Strahlen, die in der Entfernung

A— ^jy^R und = 4" ^y^Rvon ^er Axe miFgefallen

„sind, sich alle vereinigen, deutlich sieht. Denken Sie Sich näm-,,lieh durch diesen Punct eine auf die Axe senkrechte Ebene, so„ist das Bild desto undeutlicher, je gröfser der Kreis um A ist,„den die von einem Puncte des Objectes auf das Objectivglas ge-fallenen Strahlen füllen, doch so, dafs die Intensität der Strahlen,, an jeder Stelle dieses Kreises mit berücksichtigt werden mufs.„Hierbei ist nun einige Willkürlichkeit 5 ich halte für das zweck-„mäfsigste, hier nach denselben Trincipien zu verfahren, die*

1 Astr. Zeitschr. von v. Lindekau und v. Bohnenbeisger. Bd. IV. S. 350.