Cap. 2. Karl VII.
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sagte sie, „von Calais bis nach Gibraltar, und halb„Italien gehorcht den Bourbons: die Zeit ist ge-kommen, nach des großen Heinrichs Plan, die alte„Macht der Nebenbuhler, das Haus Oesterreich,„auf immer niederzuschlagen, Pavia, St. Quentin,„Höchstädt und Ramillies zu rächen, und unstreit-„bares Uebergewicht in Europa für immer den Fran-zosen zu sichern; der Wiener Hof ist durch Kriege„erschöpft, das gleich der Teutschen hat an der En-„kelin der Ferdinande viel zu rächen; Hungarn hat„uralte Rechte vor noch nicht sechszig Jahren ein-gebüßt: es erhebe der König den Sohn des durch„französische Freundschaft einst unglücklichen Kur-fürsten von Bayern; auf dem Thron der Cäsarn„wird er dem König dienen: ein Wort, eine De-„mvnstration, die Verbindung eines geringen Theils„der Macht reicht hin für das große Werk." DerCardinal nicht überzeugt, sondern fortgerissen undermüdet, faßte vorerst den Entschluß, daß man beider Kaiferwahl den Kurfürsten von Bayern, KarlAlbrecht, unterstützen wolle. Hierauf wurde mitdem Könige in Preußen tractirt.
England war in ungewissen Verhältnissen mitSpanien; es konnte dem brittischenZntereffe gemäßseyn, Sicilien und Neapolis wieder an Oesterreichzu bringen, und gegen die Abtretung von Ostendewürde ein englisches Heer die Wiedereinnähme Loth-ringens und die Wahl des Gemahls der KöniginMaria Theresia zum Kaiser unterstützt haben.