1L2 XXIII. Buch. Theresia, Friedrich und Nordameri!»,
zu Wien setzte die Verfassung des Reichs und diegewährleistete pragmatische Sanction jeder Tren-nung -er österreichischen Erbschaft entgegen. I»der That mochte Nachgiebigkeit die Forderungen auchAnderer aufreizen, und Schwäche die neue Herr-schaft ihres politischen Ansehens berauben. Endlichschien die weiland von Montecucnli formirte Rei-terei und des großen Eugens oft sieghaftes Heer ge-gen eine, in langem Frieden eigentlich für die Pa-rade gebildet scheinende Infanterie den Kampf be-stehen zu können. In der That hielt in den Ge-filden von Mollwiz die Reiterei unter General Rö-mer den Sieg lang unentschieden; nur wußte Rö-mer sein Feuer nicht genugsam zu mäßigen, und Ge-neral Neipperg wich der Oberhand, welche dem Feindseine Fertigkeit im Handgriff, und in schnellen, rich-tig visirten Feuern gab. Die Königin Maria The-resia bot hierauf dem König Friedrich die Abtretungeines Theils der von ihm eroberten Lander. Fried-rich unterrichtet, wie mannichfaltig ihre Bedräng-nisse sich von anderer Seite mehrten, forderte Er-satz der Kriegskosten. Hierauf trat er in ein Bünd-niß mit Bapern und Frankreich.
Cap. 2.
Karl VII.
Eine kriegslustige Partei (derMarschall von Bei-lisle und sein Bruder führten sie) bekämpfte desCar-dinals Fleury friedliebenden Sinn: „Westeuropa,"