>c»> dap.it, Die bayerische SuccessivnS-Streitigkeit 1 777. 245
nem Hammer in seiner Hand, erschien, trat anfund redete: von der Gefahr der Parteiunzen, vonder Tyrannei der Aristokraten, von dem Fluch, densie auf das Land bringe (man erkenne ihn in derTheurung des Brodes), von alten Rettern derNa-tion, und wie er ihr zweiter Gustav Wasa seynwolle; er gedenke nach Gesetzen zu regieren; erhasse die Willkür. Die neuen Gesetze wurden ver-lesen: „der Senat soll künftig von dem König er-„nannt, von dem König der Reichstag berufen„und aufgelöset werden, der König soll die Macht„haben, altbewilligte Auflagen ferners zu heben,„im Nothfall neue zu bestimmen; alle Macht, so-„wohl zu Wasser als zu Lande, Krieg, Friede und„Tractaten hängen von dem König ab; von ihm„werden alle Aemter und Würden vergeben." DenLag nach Unterzeichnung dieser Acte entließ er denEenat, unter das Volk wurde Getreide vertheilt.Die vor zwei und fünfzig Zähren eingeführte Ver-fassung nahm dieses Ende.
Cap. 14.
Die bayerische Succcssi ons-S treitigkeit 1777.
Einige Jahre nach diesen Begebenheiten starbder letzte Kurfürst von Bayern, Marimilian Jo-seph, Sohn Kaiser Karls VII; der Zweig des Hau-ses Wittelsbach, der seit beinahe einem halben Jahr-tausend in Bayern mit Glanz geherrscht, erstarbtust ihm, und hinterließ das Andenken verschiede-