Band 
[Zweiter Band.]
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246 xxm. Buch. Theresia. Friedrich und Nordamerika. ^

«er tapfern, staatsklugen, auch gütigen Fürsten,nicht aber einer besonders weisen Verwaltung odernach edeln Grundsätzen gebildeten Verfassung.

Sofort wurde Karl Theodor von Sulzbach, Kur-fürst von der Pfalz bei Rhein, Haupt des nächstenZweiges von Wittelsbachifchem Stamm, als Nachfol-ger proclamirt. Hierzu berechtigten ihn die reichs-gesetzmäßigen Hausverträge. Sofort begab er sichnach München. Daselbst war Karl Theodor kaumeingetroffen, als ihm angekündet wurde, wie dasHaus Oesterreich alte Rechte auf Niederbapern gel-ten zu machen entschlossen sey. Der Kurfürst, inder Ueberzeugung verhältnismäßiger Unmacht, ließsich einen Traktat gefallen, durch den er sich dasUebrige der Erbschaft sicherte. Das Haus Oester-reich (Maria Theresia lebte noch, aber Joseph hattein großen Geschäften den prädominirenden Einfluß)nahm von Niederbapern Besitz, forderte von denStänden die Huldigung, und erklärte, daß dieAbgaben einstweilen auf den vorjährigen Fuß ent-richtet werden sollen. Der Kaiser erklärte auch dieGrafschaften Schwabeck, Hohenwaldeck, Leuchten-bcrg, Wolfstein, Hals und Haag, die HerrschaftWiesensteig, das Gericht Hirschberg und andereReichslehen durch den Abgang des Hauses, dasdieselbe erwarb, für eröffnet. Nicht weniger wurdeim Namen der Kaiserin Königin die HerrschaftMindelheim in Schwaben, und was in der Ober-pfalz Lehen Böheimö ist, als erlediget angesehen.

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