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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Linsenglas.

solchen Glases, durch neue Methoden, um die Brechung undFarbenzerstreuung seiner Gläser zu bestimmen, und durch ge-naue Berechnung der richtigen Form der Gläser neue und grofseFortschritte in der Kunst, achromatische Fernröhre zu verferti-gen , gemacht habe, ist schon im Vorigen erwähnt, wo auchdie wichtigsten, mir bekannt gewordenen neuern theoretischenBemühungen angeführt sind.

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Was die praktische Ausführung betrifft, so ist bekannt,dafs die gelungene Bearbeitung der Fraunhofer’schen Gläser gro-fsentheils durch die von ihm selbst angegebenen Maschinen zurSchleifung und Folirung bewirkt worden ist. Diese Maschinen sindnirgends beschrieben worden; aber Pkeciitl giebt in seinerDioptrik mit sehr grofser Umsicht auf alle einzelne Umstände dieHinrichtung solcher Maschinen an und scheint überhaupt dasPraktische des Glasschleifens , die Centrirung der Gläser u. s. w.dort so gut, als sich so etwas durch Worte und Zeichnungendarstellen läfst, sehr gründlich erklärt zu haben. Seine Vor-schriften scheinen zwar nicht alle durch wirkliche Ausführungim Grofsen schon erprobt zu seyn, aber sie sind so dargestelltund scheinen so sehr den auf alle Umstände achtenden, mit denForderungen der höchsten Genauigkeit vertrauten Praktiker zuverrathen, dafs man ihnen wohl bedeutendes Zutrauen schenkendarf. Aus dem früher Angeführten erhellt aber wohl, dafs die-ser Gegenstand noch der Vervollkommnung fähig ist und dafswir vermuthlich noch nicht den höchsten Gipfel dessen, was zuleisten möglich ist, erreicht haben.

Zum Schlüsse mufs ich doch noch die kürzlich von Phit-CHAKd verfertigten Diamantlinsen und Saphirlinsen erwähnen.Sie sind als einfache Mikroskope vorzüglich brauchbar undgeben, wegen der starken Brechung der Strahlen, eine geringereAbweichung wegen der Kugelgestalt, weil man nämlich gröfsere

= 5,3, woraus gute Fernrohre sich sollen verfertigen lassen (vergl.Schujiacher’s astron. Nachr. No. 150.) , noch nicht angeführt werdenkounten. Ilücksichtlich der Bestandtheile des Glases überhaupt scheintinsbesondere die durch Döbereiker betretene Bahn, dasselbe nachstöchiometrischen Verhältnissen zusammenzusetcen, zu sehr erspriefs-lichen Resultaten za führen. Hiernach ist die Zusammensetzung vonKörxer’s Flintglas (K + 6Si) zu 2(P1 *f- 2S i) und des Kronglases(Ca 2Si) zu 2(Na -f" 6Si). Vergl. Kastker’s Archiv. Bd.XVI. undArt. Silicium.