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durch da* Kielwasser des Schiffs, durch Wind und Wellen-schlag.
9) In den Strömungen des Meeres, welche je nach ihrerRichtung und Schnelligkeit der beobachteten Geschwindigkeitentgegenwirken.
Diesen Mängeln hat man auf verschiedene Weise zu begeg-nen gesucht: 1) durch Verkürzung der Logleine oder verän-derte Zeitdauer des Secundenglases; 2) durch Anwendung ver-besserter Logs und eigentlicher Strommesser. Indem man dieKnoten der Logleine um ein paar Fufs verkürzte, hatte manzur Absicht, den möglichen Fehler der Methode wenigstensauf die unschädlichere Seite fallen zu machen , weil auf dieseWeise das Resultat der Schiffsrechnung gröfser ausfiel, also derSeefahrer sich einer bevorstehenden Gefahr näher glauben mufste,als er wirklich war 1 2 . Dafs hierdurch die Schifl'srechnung miteinem constanten Fehler behaftet wurde, kam nicht in Detracht,und eben so willkürlich waren auch die Aenderungen , die mansich mit der Zeitdauer des Secundenglases erlaubte. Besser alsdiese unbegründeten Vorschriften war der Rath, die, derschlechten Verschliefsung wegen, veränderliche Zeitdauer derSanduhr durch die Schläge eines einfachen Secunden - oderHalbsecundenpendels von Zeit zu Zeit zu prüfen, das durch An-hängung einer Bleikugel an einem Faden von angegebener Längeerhalten wurde. In neuern Zeiten kann man sich hermetischverschlossener Sanduhren, aus einer in der Mitte verengten Glas-röhre bestehend , zu diesem Zwecke bedienen.
Unter den vielen Abänderungen des Logs, die von Zeit zuZeit vorgeschlagen wurden, verdient der Vorschlag des berühm-ten Akademikers Bouguer besondere Betrachtung 1 . SeinSchwimmer ist ein hölzerner Konus von 6 Zoll Seite und 3 ZollBasis, unterhalb ein wenig ausgehöhlt, um ein Gewicht aufzu-nehmen, das an einer durch die Axe des Konus gleitendenSchnur aufgehängt ist. Dieses Gewicht besteht aus zwei Eisen-blechen von 9 bis 10 Zoll Kante, welche sich in ihren Diago-
1 So setzten Verdi-«!, Bode lind Pingm!- in Folge ihrer Reisenach den Canarischen Inseln im Jahr 1764 die Länge der Logleineauf 45 par. Fufs, hauptsächlich um dem in No. 6. bemerkten Fehlerzu begegnen. Mäm. de l’Acad. 1773.
2 Mem. de l’Acad. Ann. 1747.