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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Luftblase.

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mene Luft so innig gebunden *, dafs man ihre Anwesenheitnicht unmittelbar wahrnimmt; sobald aber die Flüssigkeiten er-hitzt werden, oder wenn man den Luftdruck auf dieselben ver-mindert, und selbst durch mechanische Bewegung, wird eingrofseT Theil der aufgenommenen Luft oder der Gasarten in klei-neren oder gröfseren, häufig mikroskopisch kleinen, Gasbläschenfrei. Diese kleinen Luftblasen sind sphärisch, weil die Anzie-hung der Theile der sie umgebenden Flüssigkeit unter sich ge-gen die Masse der eingeschlossenen Luft überwiegend grol’s ist 2 ,bis sich mehrere derselben vereinigen und die schon betrach-teten Erscheinungen der gröfseren darbieten. Das Aufstei-gen dieser kleinen Bläschen geschieht nach hydrostatischen Ge-setzen und hat nichts Aufserordentliches, aber merkwürdi" istdie sehr gemeine Erscheinung, dafs sie sich sehr häufig an dieWände der Gefäfse oder sonstige in die Flüssigkeit eingesenktefeste Körper ansetzen und der hydrostatischen Einwirkung derFlüssigkeit, selbst des Quecksilbers, ungeachtet daran festhän-gen. Ohne Widerrede ist dieses eine Folge der Adhäsion, undals solche auch bereits angegeben 3 , inzwischen läfst sich diesesPhänomen auf folgende Weise näher bestimmen. Die Kraft,womit ein Luftbläschen in die Höhe gehoben wird, ist dem Un-terschiede seines Gewichtes und des der verdrängten Flüssigkeit

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gleich. Wird demnach die Gröfse eines Luftbläschens zu £ oder0,2 Kubiklinien angenommen, deren also nahe genau 14930000den Inhalt eines Kubikfufses ausmachen; setzt man ferner dasGewicht eines Par. Kubikfufses Wasser auf 70 oder 34,205Kilogramme , das S 1 = 0,4895 Kilogramme angenommen, sowiegt ein Luftbläschen von 0,-2 Kubiklinien 2,295 Milligramme.Setzt man endlich das spec. Gewicht der Luft gegen Wasser =■j-^yStel, so würde das Uebergewicht des Wassers über das Luft-bläschen, und also auch die Kraft, womit dasselbe in die Höhegehoben wird, = 2,292 oder nahe genau Milligramme erhal-ten können. Solche Luftbläschen sind jedoch wohl die grüfsten,welche sich an den Wänden der Gefäfse ansetzen, die kleinstendagegen betragen nicht mehr als etwa den hundertsten Theil

1 Vergl. Absorption. Bd. I. S. 41.

2 Bekanntlich steht nämlich die Masse der Kugeln im kubischen,die Oberfläche in quadratischem Verhältnisse der Durchmesser.

3 S. Adhaesion . Bd. I. S. 20 2.