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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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iLuftelektricität.

Luftelektricität durch neue Erfahrungen bestreiten, ja sogar JasDaseyn einer eigentümlichen atmosphärischen Elektricität über-haupt verdächtig machen. Ermaji bemerkte nämlich einen aus-gezeichneten Unterschied zwischen den Angaben eines schnellvom Boden aufwärts gehobenen Elektrometers und den elektro-metrischen Angaben einer ungleich längeren, aber fest stehendenAbleitungsspitze einer isolirten Wetterstange , wenn mit beidenzu einerlei Zeit und an dem nämlichen Orte beobachtet wurde.Während er dem Gesetze und dem Grunde dieses auffallendenPhänomens nachspürte, entdeckte er mehrere ihm ganz uner-wartete Erscheinungen. Bei den sich darauf beziehenden Beob-achtungen gebrauchte er Blattgoldelektrometer, und zwar dieäufserst empfindlichen, die Weiss zum Behuf der atmosphärischenKlektrometrie nach der Anleitung v. GERSnORF’s zu Meffersdorfverfertigt. Die Länge der Goldblättchen dieser Elektrometerbeträgt ungefähr 0,5 par. Zoll, und der Glascylinder, der sieumgiebt, hat 0,75 Zoll Durchmesser und 1,5 Zoll Höhe. Indem abgerundeten elfenbeinernen Deckel, der über dem Cylin-der seitwärts nicht vorspringt, ist eine Glasröhre eingekittet,durch welche das Metallstück geht, das an seinem unternTheiledie Goldblättchen trägt und nach oben eine hervorragende Schrau-benmutter hat, in welche sich die verschiedenen metallenenSpitzen, die man dem Elektrometer nach Umständen geben will,einschrauben lassen. Ihre Länge kann nach Belieben von 0,75Fufs bis auf 5 Fufs und darüber verändert werden.

Es sey nun ein solches Elektrometer auf irgend einerUnter-stützung von etwa 3 FuTs Höhe im freien Felde aufgestellt undbleibe eine geraume Zeit sich selbst überlassen, so wird man inder Regel gar keine Divergenz wahrnehmen, es ist und bleibt 0elektrisch. Erhebt man hierauf das Elektrometer äufserst lang-sam um 1 bis 1,5 Fufs über die Unterstützung, so wird manauch dann keine Divergenz wahrnehmen, so lange das Elektro-meter sich in dieser erhöhten Station befindet. Nun bringeman aber schnell das Elektrometer von oben nach unten bis zurUnterstützung herab, so hat man eine so ausgezeichnete negativeDivergenz, dafs meistentheils die Goldblättchen anschlagen.Man überlasse das Elektrometer sich selbst oder berühre esableitend, so wird es in beiden Fällen die negative Divergenzverlieren, nur viel langsamer im ersten als im letzten Falle. Istdie vorige negative Divergenz verschwunden, so bringe man