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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Aeitere bis Smeaton. 535

nicht einstimmen, dafs sie sehr zusammengesetzt und dahernicht allein kostbar, sondern auch vielen Beschädigungen aus-gesetzt sey. Wenn aber auch P. vax Müsse hesuroek 1 versichert,dlafs schon 1680 sein Vater und dessen Bruder Luftpumpen vonbesserer Wirkung als die doppelte s’Gravesande’sche gehabt hät-ten, so ist dieses entweder auf Vorurtheil gegründet, oder dieKünstler vermochten nicht, das Werk in gehöriger Vollendungauszuführen.

Wollet s giebt zwei Luftpumpen an, wovon die einfacheLäufig verfertigt und gebraucht, die doppelte aber überhauptkaum in Gebrauch gekommen ist. Bei der ersteren behielt erim Wesentlichen die von Paimnus angegebene Einrichtung bei,stellte also den Stiefel vertical, versah dessen Stange unten miteinem Steicbüjiel und einer aufwärts ceboijenen Stande, woranein Handgriff zum Aufziehen diente; statt des Blasenventils aberbrachte er in dem Verbindungsstücke zwischen dem Stiefel undTeller einen doppelt durchbohrten oder Senguerd’schen Hahnan, welcher nach jedem Auf- und Niedergange des Embolusmit der Hand um einen, Quadranten umgedreht wurde. Vordie Oeffnung dieses Hahns, welche in die freie Luft führte,legte er ein Blasenventil, so dafs die Luft zwar heraus-, abernicht hineinströmen konnte. Hierdurch erlangte er den grofsenVortheil, dafs sich hauptsächlich bei zunehmender Verdünnungder Stiefel nicht jederzeit wieder ganz mit Luft füllte , vielmehrdie äufsere Luft gegen den Embolus drückte, folglich das ohne-hin blofs mit der Hand geschehende Hinaufziehen desselben er-leichterte, bis man zuletzt den B.est der eingeschlossenen Luftdurch etwas stärkeres Aufziehen der Handhabe hinaustreibenmufste. Die doppelte Luftpumpe hat zwei neben einander ste-hende Stiefel, in welche die Kolben mit gezahnten Stangen vonunten hinaufgingen und durch ein Stirnrad mit einer langenKurbel bewegt wurden. Oben zwischen beiden Stiefeln lag ein

1 Introd. ad Phil. nat. T. II. §. 2120.

2 Me'm. sur les Instruments, qui sont propres aui expdriences del’air. In Mein, de l’Acad. 174Q und 1741. p. 397. auch in Leijons daPliys. exp. T. III. Leq. X. Yergl. s’Gr4Vesandf. Oeuvres pliilosophi-ques et mathematiques. Amst. |1774. T. I. No. 5. lieber die ein-fache S. Stecmakn Beschreibung einer kleinen Luftpumpe. Cass. 1772.Nil’s LANnERBECK suchte sie einfacher und .bequemer zu machen,Schwcd. Abb. Th. XXXVI. S. 121.