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Luftpumpe.
Hahn, welcher so durchbohrt war, dafs er beim Hin - und Her-wenden abwechselnd bald den einen, bald den andern Stiefel mitder Campane in Verbindung setzte. Die Kurbel an der Axedes Stirnrades hatte am Ende einen Zapfen, welcher beim An-fänge jedes neuen Zuges einen Arm des Ilahns ergriff, mit sichfortführte und dadurch dem Hahne die gehörige Stellung gab.Den Kolbenstangen gab er einen sogenannten todten Gang, sodafs die Kolben nicht sogleich in Bewegung gesetzt wurden,wenn das Stirnrad in die gezahnten Stangen eingriff - , sondern solange still standen , bis der Hahn die erforderliche Drehung errhalten hatte *.
Senguehd’s , insbesondere Nolpet’s und auch s’Grave-SANDe’s Luftpumpen kamen auf dem Continente sehr allgemeinin Gebrauch, in England aber behielt man die IlAWKSBEE’schenbei; alle sind in der Anlage vortrefflich, die am häufigsten ge-brauchte von Noleet riicksichtlich der Art der Bewegung desKolbens wohl am wenigsten , allein nur selten oder überall niewurden sie von den Künstlern mit der erforderlichen Feinheit gear-beitet. Insbesondere stand einer starken Verdünnung der so-genannte schädliche Raum entgegen, d. h. der Raum in denCanälen zwischen dem Embolus und dem Hahne oder dem Bo-denventile , in welchem Luft von der Dichtigkeit der atmosphä-rischen zurückblieb, die sich dann allezeit wieder unter derCampane ausbreitete. Der Vorwurf des schädlichen Raumes trafinsbesondere die Hahnhirtpumpen, wo er am leichtesten ver-meidlich gewesen wäre, aber als wesentlich ist zu betrachten,dafs bei allen bis dahin vorgeschlagenen Constructionen dieserApparate die Luft mit ihrer ganzen Kraft auf den Embolusdrückte, weswegen es namentlich bei den einstiefeligen kaummöglich war, Stiefel von bedeutender Weite in Anwendungzu bringen.
1 Es scheint mir fast zweifelhaft, ob diese doppelte Luftpumpewirklich verfertigt worden ist. In dem 27 Jahre später geschriebenenWerke von Nollet, nämlich: Die Kunst physikalische Versuche «n-zustelleu u. s. w. III Theile. Leipz. 1771. Th. II. S. 398. wird blofsdie einfache beschrieben, mit dem Zusatze, dafs diese unterdefs we-sentlich verbessert worden sey. Vielleicht war ihr Mechanismus fürdie damaligen Künstler zu sehr zusammengesetzt.