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Briefe an Freunde II : ; Briefe an Freunde III. ; Briefe an Freunde IV / Johannes von Müller ; herausgegeben von Johann Georg Müller
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Philippiken.

Wer IN solchen Augenblicken nicht wagt, dieGefahr ins Auge zn fassen; der Mensch von Erdeund Staub ohne inwohnenden Geist; die Kinderund Spiele des Glücks; die Sklaven vorüberschwin-dender Eindrücke, anscheinender Privatvorthcile,blinden Parteigeists, Hasses und Neides; Leute,deren Herz, stolz und verzagt, nichts in sich fühlt,was Prüfung aushielte; die Schwätzer, die Schreierund ihre Hörer; selbstsüchtige Schwachköpfe, ohneKraft ihr Interesse in dem Allgemeinen zu suchen;Geistliche, die ernster Pflicht müde sind; Edle, diedurch Geburt von Arbeit und Verdienst sich dispen-sirt glauben ; Beamte und Prakticanten, deren Ehr-geiz und Habsucht, deren Trägheit und Eitelkeitrechtliche Wege mühsam, langsam, unauögiebig finden;Jünglinge, die nicht früh genug erben, andere, diezu früh geerbt haben; voll gutmüthiger Illusionenüber die Politik, wie über ihre Maitressen, oder aufdas nie erlebte Schauspiel unwiederbringlichen Un-glücks unbesonnen neugierig; Menschen solcher Art,Völker, die solche Leute hören, vergessen, verrathensich, geben sich hin, weichen, gehen unter, zu Grund.

Nationen von weniger blendendem Witz als gesun-dem Verstand; rechtliebende Landleute; biedere Bür-gersmänner; Priester, voll Gott; ein Adel, welcherin Größe der Aufopferung seinen Vorzug sucht; Be-amte, die, auf das Bewußtseyn verdienstvoller Arbeitgeizig, ihren Kindern rühmliches Beispiel und einenheiligen Creditbrief auf den Dank des Fürsten undVolks hinterlassen wollen; Jünglinge, die nicht viehischdem Augenblick, nicht weibisch jedem Eindruck, sondernmännlich den grauen Eltern, dem allumfassendenVaterland und der ewigen Nachwelt leben: ein Volksolcher Männer mißt die Größe der Gefahr; baldfindet es sich ihr gewachsen; sein Muth, seine Ein-tracht beschwören die Gewitter: es bleibt: diese Notb