Die Gefahren der Zeit.
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oder Ludwig, die Befehle empfangen soll: Gottund Landrecht und Herkommen blieben; ja der mi-litärischen folgte eine langsamere humane Art vonEroberung; man suchte durch milde Behandlungdie Herzen der neuen Provinz zu gewinnen. SelbstReligionskriege wurden für und wider das triden-tinische Concilium oder die Augsbnrgische Cvnfessiongeführt; beiden Parteien blieb die heilige Schriftalten und neuen Testamentes, die Verehrung derMajestät, hergebrachte Organisation der Verwaltung,das Eigenthum der Edlen, der Bürger und Land-leute, die Moralität gesitteter Völker: da hingegenkein Stein, keine Fuge in dem ganzen Gebäudeunserer Verfassungen und Sitten, keine Andacht,keine Verehrung und Liebe, ini Himmel, auf demFürstenstnhl, und in der Hütte des armen Mannesist, so jetzt nicht in Gefahr wäre, gebrochen, zer-rissen, entweihet zu.werden.
Ich will nicht sagen, daß der Gott unserer Alt-vordern, durch den wir sind, vor dem sie angebetet,vor dem in dieser Stunde zahllose Schaaren gemiß-handelte, beraubte, vertriebene, geschreckte Men-schen, in Thränen der Angst, Rettung und Her-stellung der Ordnung erflehen; und ich will nichtsagen, daß der, auf den wir getauft sind, aus dessenBlut wir Vergebung hoffen, den selbst ArabiensProphet als künftigen Richter der Erde verehrt,eben die zu Feinden hat, welche unser Staat: dennder im Himmel wohnet, lachet ihr, und der Höchstehat seinen Hohn mit ihnen. *) Ein Wort mag Erreden, zu seiner Zeit, so sind sie dahin; und win-ken, so sind sie verschwunden. Uns aber, von allenReligionspartcien, ist so bekannt als allarmirend, daßdas Buch, welches in den wildesten Jahrhunderten
") Psalm 2, z.