der eidgenössischen Truppenüberlaffungen. 17/
unter andern auch wegen der Unmöglichkeit,ohne Auflagen die den größten Monarchien lästigenKosten aufzubringen, oder für unpopuläre Kriege —es ist aber jeder Angriffskrieg bei ihnen unpopulär— Auflagen zu heben, ohne die Regierungen aufsäußerste zu erponiren); diese Neutralität wurde,außer in wenigen unbedeutenden Fällen, von denbenachbarten Mächten wegen des gemeinschaft-lichen Interesses respectirt, ja in verschiedenen Zeitenauf einen Theil Vordervsterreichs und auf die Franche-comtö erstreckt (weil nun von dieser Seite niemandetwas zu besorgen, also keine Gränze zu bedeckenhatte, und hierdurch anderwärts nachdrucksamereOperationen möglich wurden). Hingegen, daß dieSchweizer (aus Gründen, deren Prüfung zu weitführen würde) für fremde Dienste Werbungen ge-statteten, wurde als eine hergebrachte Gewohnheitund um so gleichgültiger betrachtet, als der Vortheilmeist für beide Parteien war (welche nur so vielmöglich zu verhüten brauchten, daß nicht ebenSchweizer gegen Schweizer, wie einigemal vor Altersgeschah, zu stehen kamen; denn meistens thaten sieeinander nichts). So geschah es, daß, um nur EinBeispiel anzuführen, in dem Krieg, der nach demTode Karls VI geführt worden, die Schweiz, wieimmer, neutral blieb, aber neun und sechzigtausend Mann in Schweizerregimentern zuFelde standen*): und zwar im französischen Dienst22,o«m (auch aus Kantons, die keinen Bund mitFrankreich hatten), im Dienste der Königin vonHungarn 2400 Mann, im spanischen 1Z,600, imsardinischen 10,000, in Holland 20,400 (obwohl
) Darunter waren aber mehr als die Hälfte Fremde.
in der Schweiz Angeworbene. H.
I. ». MLllerö sämmtl. Werke. XI.-
12