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Kleine Chronik
sie belohnt werden wird; so ein Buch wird ein Fa-milienstück, fruchtbar an guter und böser Wirkung.Heinzmann zeigt in seinen Schriften Eifer fürreligiöse Moralität, und suchte hiefür die jeweiligenRegenten zu gewinnen; ein schätzbarer Zweck, deraber, wenn es im Kopfe nicht bell ist, einerseitsunbillig machen, anderseits zu Deklamationen ver-führen kann, wie man kaum dem Prediger sie ver-gibt. In diesem Buch ist alles unter einander ge-worfen: von Zürich, von Bern zumal, wird sehrviel erzählt; man glaubt sich am Ende; alsdannkommt der Artikel von Erbauung der Stadt Bern.Ueberhaupt wird einerlei Geschichte oft an verschie-denen Stellen anders erzählt, so daß der Lesernicht genug aufmerken kann, um sie nicht fürzweierlei zu halten. Von Kritik, von Angabe derUrsachen, ist selten, und befriedigend kaum jemals,die Rede. Der Unrichtigkeiten, welche zum Theildie größte Unwissenheit voraussetzen, sind eineMenge: da haben (I, 4 die Deutschen, dieGallier (?), Burgunder (?) und Franken sich verei-niget, auf Einmal zugleich das römischeReich zu zerstören- i, 114 wird der hochburgun-dische Lhibaut von Neufchatel mit den Neuenbur-gern auf der Ostseite des Jura verwechselt. Cäsarist eines Kmifmanns Enkel, Cicero eines KrämersSohn, I, 424. Zn Aofingen wird 1381 ein Ritter-gefecht gehalten von — Kaiser Leopold dem Dritten,I, 522. Neben Frankreich weiß er von keinemandern Hauptgewährleister des westphälischen Frie-dens, außer Preußen II, 598. Der erzkatho-lische Kaiser Joseph I hatte Karl VI zum Nachfol-ger, der „ein ganz anderer Mann war, und Pfaffen-„händeln kein Gehör gab (II, 1Z.)." Die Auswahlder Begebenheiten ist auch sonderbar genug; I, 629sängt eine Reihe Alltagshistorien an, welche höchstens