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Briefe an Freunde II : ; Briefe an Freunde III. ; Briefe an Freunde IV / Johannes von Müller ; herausgegeben von Johann Georg Müller
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Kritisch - diplomatische Beiträge

Herzogthümer, Grafschaften und Gaueverbreitet sich dieser ganze erste Theil, nach folgen-dem Gang: den ersten Herzog RhätienS gab Diet-rich, der Ostgothen König (der Unterschied eines ost-gothischen und germanischen Herzogs wird S. 11gut bezeichnet); zu einer Landcstheilung, woraus inder Folge Deutsch- und Welsch - Tyrol wurden, gabTheudat's Vertrag mit den Franken (525) die ersteAnlage. Die bald so, bald anders gesonderten Grän-zen werden mit möglichster Kritik beleuchtet. Csfolgt nun die Historie der mächtigen Herzoge ronTricnt, wo Paul Warnfricd Quelle ist, aber auSder Landeskunde erläutert wird.

Im Jahr 6vo hörte dieses Hcrzogthum auf, undfindet sich als persönliche Würde, und nur für einenAugenblick einmal in den Seiten erst wieder, alsmit der Karlowinger Politik ihre Macht in Abnahmegerieth (812). Aus eben dieser Zeit erheben sichnach und nach hellere Notizen des Zustandes ein-zelner Landestheile, die, nächst oberwähnten Quel-len, aus mehreren kritisch brauchbaren, in Deutsch-land wenig bekannten Provinzialgcjchichten des be-nachbarten Italiens erläutert werden; hiedurch sinktauch mehr als Eine Urkunde aus der Zahl histori-scher Denkmale als erweislich falsch unter die un-brauchbaren. Ohne Kenntniß dieser Erörterungenläßt sich von gewissen Archivschätzen dieser Lande inZukunft kein sicherer Gebrauch machen»

Vorerst wird näher (und schr gründlich) gezeigt,-aß das rechte Ufer der Etsch wenigstens vom stenJahrhundert an (wahrscheinlich viel früher; wolstseit 725!) ganz zu dem Königreich Italien gezahltwurde. Die urkundlich dazumal in Südtyrol vor-kommenden Orte werden unter jenen und jetzigenNamen S. 72 bis 7-1 aufgeführt, worauf der Der-