1L5
zur Geschichte Lprols im Mittelalter.
fasscr diese Gegenden für die interessanteren desdeutschen Landes verläßt.
Von den .herzogen und Grafen des deutschenReichs gibt er'nach den Vorarbeiten, die er nichtnur benutzte, sondern neu prüfte, und mit eigenenurkundlichen Beweisen versieht, in Kürze einen rich-tigen Begriff (die S. 76 aus Lesws lillL-nanusangeführte Urkunde ist falsch, die Sache aber sonsterwiesen).
Der Etymologie gemäß pflegt er die erste dieserWürden, die heerzogliche, zu schreiben. Auchwir halten die Etymologie für die sicherste Form derRechtschreibung; doch würden wir in diesem Wort,uns an den angenommenen Gebrauch halten: i) dasdoppelte e ist weder in Heer noch Heerzog ur-sprünglich; 2 ) bekanntlich hörten die Herzoge nachund nach auf, zu seyn, was diese Etymologie be-zeichnete : wollen wir von dem an dieses s wiederauslasten? Heerzog Thassilo und Herzog vonAäringen schreiben? Unrichtigkeit oder Verwirrungist schwer zu vermeiden, wenn wir es hierin nichtlieber bei der Gewohnheit lassen.
Da Dcutschtyrol mit Bayern in der engsten Ver-bindung war, gibt der Verfasser hierauf das Resul-tat der vielfältigen neueren Forschungen über dieNatur der bayerischen Verfassung in der Agilolfin-gischen Zeit. Der Kürze wegen citirt er die Werkeder benutzten kritischen Untersucher überhaupt. Esist immer besser, über jeden noch nicht durchausbekannten Satz die Hauptbeweisstelle, welche ihnbegründet, aus den Quellen nachzuweisen. Oftist cS hier musterhaft geschehen <S. 85 ff.)
Nunmehr wird von jedem Gau des Gebirgslan-des das Vorfindliche dargestellt.. Die Grafschaft indem Pusterthale kommt u?4 zuerst auSdrüce-lich vor, und der Verfasser erklärt mit Herrn