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Briefe an Freunde II : ; Briefe an Freunde III. ; Briefe an Freunde IV / Johannes von Müller ; herausgegeben von Johann Georg Müller
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„Bedürfnißunaufhörlicher Bewegung undimmer neuerLorbeeren erlaubt" (IV, 195). Daßabermitder Unabhängigkeit eine Nation alles verliert, wird anPortugals iBeispiel 1580 schön gezeigt. „Selbst„eines milden guten Herrn glücklicher Sklave Hort„auf, sich selbst anzugehören; und so verliert sich„alle Ehre, alle häusliche Eigenthümlichkeit, alle„Vaterlandsliebe eines Volks; jammervolles An-denken bleibt, wird bald gefährlich, und erstirbt„am Ende" (H, 441); und hierauf, wie schändlichPortugal betrogen ward, als es sich einverleibenließ u. s. s. Nachdem bei Anlaß Jacobs H be-merkt worden >^,daß nur durch Schwäche Kronen„verloren gehen, und daß die, welchen die höchste„Gewalt entrissen wird, es gemeiniglich wohl ver-dienen, durch den unseligen Leichtsinn, womit siesich hingeben (IV, 390)", stelltHr. Ancill 0 ndar, mitwelchem Scharfsinn, mit welcher Beharrlichkeit, mitwelchem Nutzen für die Welt Wilhelm von Oranien derDritte das System äes contrs koroes, wie er es nennt(sonst unter dem Namen des Gleichgewichtes berühmt),eingeführt hat. Er schildert Wilhelmen, mit sowenig Parteilichkeit (IV, 13s, 367 s. f.), daß erdes Guten eher zu wenig sagt, er vergißt, daß Wilhelm sokalt nicht war, nicht von seiner ersten Jugend anlebenslänglich wenigstens Einen Freund zu haben,den er über alles liebte, und daß von Ritter Templeund andern, die es um die Sache ernstlich meinten,er mit nicht weniger persönlichem Vertraue»als Achtung behandelt wurde. Desto unverdächtigerist das der Frucht seiner Geistesarbeit ertheilte Lob tes wird gezeigt, wie vortrefflich der Utrechter FriedeWilhelms System festhielt und auf eine Weiseentwickelte, wodurch „keine Macht aufgeopfert,„keiner solche Vortheile zugestanden wurden, wobei„das Gleichgewicht gelitten hätte (IV, 540)."