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Buch I. Cap. 11.
Productiv-Capitale anhäuten, heisst nicht: Werthe aufspei-chern, ohne sie zu consumiren, sondern: sie einer unfrucbt-baren Consuintion entziehen, um sie einer reproductivenConsumtion zu -widmen. Aus diesem ihrem wahren Ge-sichtspunkte betrachtet, hat die Capital - Aufhäufung nichtsGehässiges: und man wird sogleich sehen, dass sie von denglücklichsten Folgen begleitet ist.
Gewöhnlich bestimmt die Natur der Bedürfnisse jederNation, ihre geographische Lage, und ihr eigener Geist dieForm, unter welcher die Capitale sich aufhäufen. Die mei-sten Aufhäufungen eines werdenden Staates bestehen inBauten, Ackerwerkzeugen, Yieh und Ländereiverbesserungen •hingegen bei einem Manufacturvolke in rohen, oder, baldschon mehr, bald minder, ausgearbeiteten Stoffen, in denHänden ihrer Fabrikanten. Ferner bestehen deren Capitalein Werkstätten und Maschinen, zum Behuf der Producten-formung. Bei einer hauptsächlich handeltreibenden Nationsteckt die aufgehäufte Capitalmasse vorzüglich in rohen oderfabricirten Waaren, die deren Kaufleute in der Absicht desWieder Verkaufs eingehandelt haben. Eine Nation, die zu-gleich Ackerbau, Manufacturen und Handels-Industrie be-treibt, zieht ihr Capital aus allen jenen Artikeln zusammen-gesetzt: aus dieser Masse von Vorräthen jeder Art, die wirgegenwärtig im Besitz der gebildeten Völker wahrnehmen,und die, wenn man sie klug anwendet, sich beständig unter-halten, und, trotz der unermesslichen Consumtion, sogar ver-mehren, wenn anders die Industrie dieser Völker mehrW erthe erzeugt, als ihre Consumtion zernichtet.
Hamit ist aber nicht gesagt, dass jede Nation geradediese Hinge, woraus gegenwärtig ihr Capital besteht, pro-ducirt und zurückgelegt habe; sie konnte beliebige W erthezurücklegen, die, mittelst der Umwandlungen, die ihr pas-sendste Form annahmen: ein erspartes Malter Korn ernährtgleichgut einen Maurer wie einen Sticker. Im erstcren Falle