Band 
Erster Band.
Seite
172
JPEG-Download
 

Buch I. Cap. 11.

172

Un<l da die Producenten, -w ährend ihrer Werth-Erschaffung,auch Werthe consumiren, so können sie nie mehr als jenePortion der producirten Werthe, die ihren Bedarf übersteigt,aufliäafen, d. h. reproductiv anlegen: aus dem Betrag diesesUeberschusses bildet sich die Bereicherung des Einzelnenund der Staaten. Ein Land schreitet um so rascher zu sei-ner Wohlfarth fort, je mehr es jährlich Werthe erspartund reproductiv wieder anlegt. Seine Capitale wachsen;die Masse der im Schwung befindlichen Industrie wird be-deutender; und da, kraft dieser Capital- und Industrie-Erwei-terung, neue Producte erzeugbar sind, so werden auch neueErsparnisse immer leichter.

Die Capital-Aufhäufung ist eine grosse Wohltliat imStaate.

Jede Ersparnis, jeder Capital-Anwachs, bereitet einenjährlichen und fortwährenden Gewinn, nicht blos für denAufhäufer selbst, sondern auch für Alle, deren Industrie,kraft dieses Capitaltheils, in Gang versetzt w'ird, auch ver-gleicht der berühmte Adam Smith den massigen Mann,der seinen Productivfonds, wenn gleich nur bei einer ein-zigen Gelegenheit, vermehrt, dem Stifter eines Gewerb-hauses, wo eine Gesellschaft arbeitsamer Menschen auf im-mer mit den Früchten ihrer Arbeit ernährt wird; hingegenden Verschwender, der einen Theil seines Capitals aufzehrt,vergleicht er dem treulosen Verwalter, der das Vermögeneiner frommen Stiftung vergeudet, und nicht nur derenjetzigen, sondern auch all deren möglichen künftigen, Pfleg-lingen ihren Nahrungsquell zerstört. Unbedenklich nennt

häuften Günstlings, sind freilich wahre, und bisweilen sehr leichte,Aufhäufungen. Aber diese Werthe, die von einer kleinen AnzahlPrivilegirter aufgehäuft werden , sind das sehr reelle Product derArbeiten, Capitale und Grundstücke sehr vieler Producentcn, welchesie selber, zu eigenem Nutzen, erspart und aufgehäuft haben wür-den, wenn nicht Ungerechtigkeit und Gewalt sic ihnen entrissenhätten.