Band 
Erster Band.
Seite
208
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Ruch L Cap. i5.

das Geld rar ist, so nimmt man das Mittel für die Ur-sache: man begeht einen Irrthum, der daher rührt, dassfast alle Producte Zu Geld gemacht -werden, bevor man siegegen andere Waaren ümtauscht, und daher, dass eitleWaare; die so oft vorkömmt, dem Pöbel als die Waarealler Waaren erscheint — als das Ziel alles Verkehrs, demsie doch nur^als Vermittler dient. Man sollte nicht sagen;der Verkauf geht nicht, weil das Geld rar ist; sondern;weil die anderen Producte rar sind. Geld gibt es immergenug zum Behuf des Umlaufes und wechselseitigen Aus-tausches der sonstigen Werthe; sobald diese Werthe wirk-lich existiren. Fängt der Masse von Geschäften das Geldan zu gebrechen, so ersetzt man es leicht; und die Noth-wendigkeit dieses Ersetzet« ist das Wahrzeichen einei sehrgünstigen Umstandes: sie beweist, dass eine grosse Mengeproducirter W r erthe da sey, womit man sich eine grosseMenge anderer Werthe zu verschaffen wünscht. Die ver-mittelnde Waare, Welche alle Umsätze erleichtert (das Geld),wird in diesem Falle sehr leicht durch bekannte kaufmän-nische Mittel vertreten*), und bald strömt das Geld herbei:aus dem Grunde; weil jede Art von Waaren sich an denOrt begibt, wo man ihrer bedarf. W T enn es dem Handelund W T andel an Gelde gebricht, so ist dies ein ebensogutes Zeichen als wenn es den W 7 aaren an Magazinen fehlt.

Findet eine überflüssige W T aare keinen Käufar, sö liegtder Hinderungsgrund ihres Verkaufes so wenig im Geld-mangel , dass ihre Verkäufer sich glücklich schätzen wür-den , deren Werth in solchen W'aaren; die zu ihrer Con-sumtion dienen, nach dem Curs des Tages zu empfangen:sie würden kein Geld suchen, und seiner nicht bedürfen,

*) ,Durch Scheine auf Vorzeiger Dieses, Bankzettcl, ofTcnenCredit, Wettschlagungen der Forderungen, wie zu Amsterdam undLondon. t