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Buch I. Cap. 19.
Wohlfeiler Preis, um den man die sogenannten Co-lonial waaren sich verseil affen könnte.
Ich nehme an, man machte mir den ferneren Einwurf:»die Colonieen liefern gewisse Waaren, die sonst nirgends»wachsen. Besitzt ihr nicht irgend eine von der Natur pri-»vilegirte Landstrecke, so hängt ihr vom guten Willen der»Nation ab, welche sich ihrer bemächtigen wird: dieser bleibt»alsdann der ausschliessliche Verkauf der Colonialproducte in»der Hand, und sie wird euch dafür bezahlen machen, was»ihr beliebt.» — Es ist gegenwärtig bewiesen, dass die Waa-ren, welche wir unschicklich Colonialwaaren heissen (undweit richtiger »Aequinoctial-W'aaren» nennen wür-den), zwischen den Wendekreisen überall wachsen, wo dieNatur des Bodens ihren Anbau gestattet: sogar die Spece-reien der Molucken, welche.in Cayenne, und wahrscheinlichauch schon an vielen anderen Orten, mit Erfolg gepflanztwerden. Der Handel der Holländer mit diesen Gewürzenwar vielleicht der ausschliesslichste, der je geführt ward.Sie allein besassen die alleinigen Inseln, wo sie wuchsen, undHessen Niemanden sich denselben nahen. Hat Europa Mangelan diesen Producten gelitten? Hat es sie mit Gold aufge-wogen? Müssen wir bereuen, den Vortheil, Pfeffer undGewürznelken um einige Groschen wohlfeiler einzukaufen,nicht mit zweihundertjährigen Kriegen, zwanzig Seeschlach-ten, einigen hundert Millionen Franken, und mit dem Blutevon 5 oo,ooo Männern, erkauft zu haben ?
Man bemerke ja, dass dieses Beispiel dem Colonial-Systeme unter allen noch am günstigsten ist. SchwerlichHesse sich der Zucker, ein Product, das im grössten Theilvon Asien, Amerika und Afrika gedeiht, so wucherhaft zu-sammensperren , wie die Gewürze; und dennoch ist sogardiese letztere W aare dem Geize der Besitzer der Moluckenohne Schwerdtstreich entrissen worden!
Hie Alten schufen sich durch ihre Colonieen Freundein der ganzen damals bekannten Welt; die neueren Völker