Band 
Erster Band.
Seite
416
JPEG-Download
 

4i6

Aa II IMG.

talisten der grossen Städte nicht, ihre Fonds bei entlegenenGewerbsanstalten aufs Spiel zu setzen, bevor diese Anstaltensich bewährt, und ein bedeutendes Alter erlangt haben.Diese müssen folglich einen stufenweisen Gang einschlagen,und anfänglich blos mit denen, in ihrer Umgegend ge-machten , Ersparnissen betrieben werden. Ist dann, auf sol-chem Wege, eine abgelegene Provinz gewerblleissig gewor-den, und hat sie mit dem übrigen Lande Verbindungen an-zuhniipfen gewusst, dann steigt ihre Wohlfarth; die Capitaleströmen ihr aus grösserer Ferne zu; man gründet daselbst,mit stärkerem Vertrauen, Industrie-Unternehmungen, die Be-dürfnisse der Bewohner vervielfältigen sich, mit ihrem Reich-thum ; und von Stund an ersteigen die Producte des Bodensund die Landbau-Arbeiter ihren Gipfelwerth.

So kommen wir, wie man sieht, auf jederlei Weg, zuunserem alten Resultate zurück: dass, wenn eine Gegendnicht so hoch gedeiht, als ihr Boden und ihre Lage es ver-stauen, die Schuld immer in dem Mangel an Industrie undCapitalen liege. Diese beiden Elemente sind es, woraus allerWohlstand entsprosst. Nun besitzt man aber Industriealsdann, wenn man einsichtig und thätig ist; Capi-tale aber dann, wenn man zu ersparen verstanden hat.

Ueber die Güterbenutzung im Wege des V er p a c h-

t e n s.

Nach der Selbstbewirthschaftung durch die Eigenthümerscheint die, der guten Behandlung der Ländereien, vortheil-hafteste Nutzungsart die langjährige Verpachtung zu sevn.Natürlich wird der Pächter mehr Mühe aufbieten, und grös-sere Opfer auf die Verbesserung des Bodens verwenden,wenn er desselben lange Zeit gemessen darf, als wenn erbesorgen muss, nach kurzer Frist hinweggerissen zu wer-den , und einen Nachfolger die Frucht seiner Plane, Arbei-ten und Auslagen erndten zu sehen. Mit Recht schreibt mandie Einsichtigkeit und Sorgsamkeit der englischen Päch-ter den, in ihrem Lande, üblichen langjährigen Pachtter-