AnTji. I. Cap. 12.
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will. Um sich aber auf eine Kunst gehörig zu verstehen,muss man die Technologie nicht blos aus Büchern ken-nen; man muss deren Praktik durch eigenes Handanlegenerlernt, und alle Verrichtungen des simpeln Handarbeitersmitgemacht haben. Wer nicht alle Schwierigkeiten der Aus-führung kennt, befielt sohlecht und übelzeitig. Franklin— dieser Meister im Uebersetzen von heilsamen Wahrheitenin die Volkssprache — hat gesagt: Eine Katze in Muff-Ilandschuhen erwischt keine Maus*).
Nützlichkeit eines umfassenden Wissens.
Uebrigens hindert ein specielles Wissen nicht den Er-werb einer universellen Bildung. W elches Kämmerchen manauch, in dem Riesengebäude, welches Staatsgesellschaft heisst;bewohnen möge: so ist es immer gut, wenn man dasselbein Gedanken verlassen kann, und mit dessen Lage und Um-gebung bekannt ist.
Die übrigen Eigenschaften, worauf das Gedeihen einesIndustrie - Unternehmers beruht, sind jene moralischenTugenden, die nicht blos im Gewerbsbetriebe, sondern inallen Verhältnissen des Lebens, frommen. Dahin gehört dieThätigkeit, wodurch der Mensch sich, in Zeit und Raum,vervielfältigt, und die er allen seinen Umgebungen mittheilt;die Beharrlichkeit, wodurch man jene Widerwärtigkei-ten besiegt, welche das Leben durchkreuzen; die Festig-keit, kraft deren ein Geschäftsmann mehr die Bedürfnisseseiner Unternehmung zu Rathe ezieht als seine Neigungenund Abneigungen, die Verkehrtheit von Anderen mehr ver-achtet als darüber ergrimmt, und die Eingebungen derFurcht nicht minder von sich abweist als die des verwegenenLeichtsinns.
*) Ein ganz ähnliches Bild eines deutschen Witzkopfes liegtunserem allgemein verbreiteten Volks-Ausdrucke „Manschetten-il auer“ zu tirumle,— Schöngeister begegnen sich! M.
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