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Von der besonnenen Kiilinlieit.
Hat man einmal alle Notizen, die zu erlangen standen,gesammelt; hat man alle, von der industriellen Oekonomievorgeschriebenen Ueberschläge gemacht; und hat man aus-gerechnet, dass die Vortheile einer Production deren Miss-lichkeiten überwiegen; so muss man jener Art von Ungewiss-heit , welche das Endziel aller Menschen - Unternehmungenverhüllt, zu trotzen wissen. Ich bin nicht Willens, zur Un-vorsichtigkeit aufzumuntern: diese setzt die sinnreichsten Ent-würfe aufs Spiel. Allein ich dringe auf eine besonneneKühnheit, welche jeglicher Gefahr ins Auge zu sehen weiss,und auf eine unerschütterliche Kaltblütigkeit, wobei man dieUeberlegkraft für die W T ahl der Rettungsmittel behält.
Von der Beharrlichkeit.
Ich erheische den Besitz einer Tugend, die vielleichtnoch seltener als der Muth: nämlich der Beharrlichkeit, wel-che nicht die Lust an einem begonnenen Werke blos dess-halb verliert, weil ein anderes sich darbietef:, welche sichweder durch die Langsamkeit des Frfolgs abschrecken lässt,noch durch jene Legion von kleinen Widerwärtigkeiten,worauf man nicht allzusehr achten muss: nur der Schwäch-ling oder der Flatterkopf lässt sich dadurch im festen Fort-schritte nach seinem Ziele stören.
Dieser besonnene Muth, diese unbeugsame Beharrlich-keit, sind es, denen benachbarte Völker*) Gewerbs-Anstaltenverdanken, welche Frankreich entbehrt. Wir werden dazu
*) Gewiss versteht hierunter der kosmopolitische Verfasser auchmeine deutschen Landsleute. Namen, wie die von Frauenhofer,Reichenbach, Sennefelder und Nathusrus, sind dafür Bür-gen. Hat doch die Beharrlichkeit der Deutschen, im Felde derLandwirtschaft, der Wundererscheinung herheigefiihrt, dass derKönig von Sachsen dem Könige von Spanien ein Ehrengeschenkmit einer Anzahl von Merinos machen konnte!
Was. aber den französischen Genius betrifft, so erheischtes die’ schlichte Gerechtigkeit, hier, z. B., daran zu erinnern, dassder eben so kühne als beharrliche Baumeister des Xunel Herr