An th. I. Cap. i4-
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Dienst leiste, und dass dieser Dienst Verstand, Sorgsam-keit, Mühe und Capitale erheische, gerade wie jeder sonstigeDienst der Industrie. Was thäte man, wenn es keine De-tuilhaudler gäbe. Man würde an die Fabriken schreiben, oderauch sich an die Grosshändler wenden, um seine Vorrätheanzuschaflen. Allein diese würden sehr theuer zu stehenkommen, theils wegen des Aufbewahrraumes, dessen jedeFamilie bedürfte, theils wegen des zu machenden Vorschus-ses von deren Werth*). Die meisten Consumenten sindnicht einmal im Stande, ihre Vorräthe nur auf eine volleW oche hinaus einzukaufen**). Ob Reicher oder Armer '— wie stellt man es an, um Ochsenfleisch zu bekommen?Sollten etwa mehrere Familien einen Ochsen in Compagniekaufen, und auf gemeinschaftliche Kosten schlachten lassen?Wer würde alsdann, die Auslage des Kaufschillings machenmögen, sich mit dem Ausschlage der Kosten beladen, und,um des Aushaugeschäftes willen, sein Berufsgeschäft versäu-men? Der ganze Gedanke ist eine Albernheit.
Der Detailhändler ist eine nicht blos nützliche, sondernunentbehrliche, Mittelsperson; sein Gewinnst wird, auf jedenFall, wenn man den Platz***), die Waare, die Kosten und
*) Der nämlich ein todtes Capital wäre, dessen Zinsen verlorengingen.
Wenn freilich auf dem Detail-Verkauf eine schwere Auflageruht (wie das Ohmgeld auf dem Weinausschank unserer Wirlhe),oder ein Monopolistengewinn (wie z. B. auf dem Weingeist-Verkäufe der Apotheker): dann werden obige Raumkosten, sammtderZinsen-Einbusse überwogen. Alsdann aber fehlt es dem Con-sumenten gar oft an dem nothigen Vorschuss- Capi t a le selber.—Tausende, welche jeden Tag vier Groschen für ihre gewohnte Fla-sche Wein erübrigen können, wären unfähig, eine Ohm, oder garein Stück, auf einmal zu bezahlen. M.
**) In unserem (doch ziemlich wohlhabenden) Heidelberg giltdies sogar vom Kaffee und vom Zucker. Viele Hunderte kaufen all-täglich ihre Tagsprovision — lothsveiac. M.
***) Unter den Arcaden des Palais royal, z. B., kosten dieeinzelnen Läden einen äusserst hohen Miethzins. Daher die höhe-ren Preise als im Ueberreste der Hauptstadt! M.
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