Ad th. 1. Ca v. 16.
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• Ueher die F lus»-Schifffarth.
Sollen Waaren transporlirt werden, so kömmt es zu-vörderst darauf an, deren Last zu stützen, und sodann, die-selbe vorwärtszu bewegen. Mittelst der Schiffe wird dieStütze der Last dadurch gewonnen, dass ein der zu bewe-genden Last, an Gewicht, gleiches Wasserquantum auf dieSeite gedrückt wird. Um eine Last von 2000 Centnern zutragen, braucht das Schiff' blos tief genug im Wasser zugehen, um den Raum von 5 o,000 Maass Wasser einzuneh-men Hierzu bedarf es keines sonderlich grossen Schiffes;cs gibt deren, durchgängig, auf den Flüssen von Frank-reich, welche dine dreimal so grosse Wassermasse auf dieSeite drücken, und deren Ladung, bei der Axenfracht,mithin wenigstens 60 vierräderige Wägen erheischen würde,welche weit höher als ein solches Schiff' zu stehen kommenwürden. Allein die Haupt-Ersparniss beim Wasser-Trans-porte besteht in der Leichtigkeit der Vorwärtsbewegung:da die Reibung der Schiffswände gegen das Wasser unver-gleichlich weit geringer ist als die Friction von den 240Rädern jener 60 Wägen; auch genügen 5 Pferde, um, aufeinem ruhigen Wasser, eine Last von 6000 Centnern fort-zubewegen, während es, zum Aren -Transporte diesernämlichen Last, ihrer 3 oo bedürfte. Indessen darf die Fort-bewegung keine allzu schnelle seyn müssen: denn neuereExperimente haben bewiesen, dass der vom Wasser demVordertheile des Schiffes, geleistete Widerstand in einerweit stärkeren Proportion zunimmt als die Schnellig-keit des Schiffes.
Die Natur bietet uns, in den Strömen und Flüssen,natürliche Canäle an, wovon alle industriösen Völkergierig Gebrauch gemacht haben; allein es ist die Fluss-Schifffarth oft mit so schweren Misslichkeiten verknüpft,
V *) Nämlich den Schoppen^zu 1 Pfund, und 4 Schoppen aufeine Maas gerechnet. M.