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Buch IIL Ca p. io.
men um 5 ooo Thaler. Wenn ihm nun der Staat auch einganzes Fünftel von dieser Mehr-Einnahme ahf'ordert, bleibenihm da nicht noch immer 4000 Thaler, zu seiner Aufmun-terung, übrig?
Sic kann auch Entmuthigung verursachen. Toscana,
als Beispiel.
Es lassen sich solche That-Umstände voraussehen, woeben diese Unveränderlichkeit der Steuer, dadurch, dass siesich nicht nach den jeweiligen Vermögenshräftcn der Unter-thanen und nach der Beschaffenheit des Bodens richtet,ebensoviel Unheil stiften könnte, als sie, in anderen Fällen,Gutes stiften kann. Sie könnte die Steuerpflichtigen zwin-gen, den Anbau von solchen Ländereien, die,, entweder ausdem einen oder aus dem anderen Grunde, nicht mehr den-selben Ertrag abzuwerfen vermöchten, völlig aufzugeben.Ein Beispiel hiervon hat man in Toscana erlebt Man ver-fertigte daselbst, Anno 1496, eine Steuerliste, oder einen Ca-taster, worin alle Ebenen und .Thäler sehr niedrig ange-schlagen wurden: weil sie, wegen häufiger Ueberschwem-mungen und Verwüstungen dufch Waldströme, durchausnicht mit Vortheil cultivirt werden konnten; die Anhöhendagegen, welche allein cultivirt wurden, waren darin sehrhoch taxirt. In der Folge wurde den Ueberschwemmungcnvorgebaut, und alles flache Land urbar gemacht Die Pro-ducte desselben konnten, weil sie so leicht besteuert waren,wohlfeiler verkauft werden als die der Anhöhen: Letzterevermochten die Concurrenz nicht auszuhalten, weil dieSteuer immer die nämliche blieb; und so Hess man sie zu-letzt beinahe unangebaut und wüste liegen*). Hätte mandie Steuer der jeweiligen Beschaffenheit von beiden Län-derei-Arien angepasst, so wären sie beide immerfort culti-virt worden.
Wenn ich hier von einer Steuer gesprochen habe, dieeinem einzelnen Lande eigenthümlich ist, so geschah esnur darum, weil sie zur Erläuterung und Bewährung vonallgemeinen Grundsätzen dient,
*) Forbonnaij, Grundsätze und Beobachtungen u. s. w. Bd. II,S. Al-