ERSTE ABTHEILUNG.
Ursachen und Wirkungen der Staats-Consumtion.
C A P I T E L I.
Aufwand für die Gesetz-Abfassung.
Eine Nation kann ihre Gesetze nicht selber Schmie-(1 c n.
Reine Nation kann ihre Gesetze unmittelbar selber ab-lassen. Hie meisten Bürger müssen, bei ihrer Beladenheitniit Haushaltungssorgen, und entblosst Von den zahlreichenUnd mannigfaltigen Kenntnissen, welche diese Abfassunge rheischt, besonderen Beamten dieses Geschäft über-lassen. Allein die Mehrheit einer Nation nimmt immer,■Wenigstens stillschweigend, die Gesetze an, welche manfür sie abfasst: da sie sich denselben ja unterwirft. Dadie Mehrzahl auch der stärkere Theil ist, so liegt es amTage, dass, wenn sie sich einem Gesetze nicht unterwer-fen wollte*), dasselbe sogut wie nicht gegeben wäre. Eineau, geklärte Nation nimmt gute Gesetze an: — Gesetzedie ihr Wohl fördern; ein unwissendes — vorurtheilbe-sessenes Volk aber nimmt schlechte Gesetze an. Auf-geklärte und tüchtige Gesetzgeber würden eine Umgestal-* Un g der Legislation der Türken nicht durchsetzen. Kaiser
*) Wie aber, wenn dieser (energische) Wille bei keinem Ein-* e lnen aus dieser Mehrzahl i U Stande käme, weil keiner auf dieJmpathie des Andern rechnen kann, oder zu rechnen wagt! _•’ide et impera!
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