A n t u. I. Cap. 3.
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gefährlicher, als in ein feindliches und bewaffnetes LandVorzudrirtgen, wenn anders das Yolk die Regierung lieht,und ihr vertraut: eine Bedingung, die ich für unerlässlichanerkannt habe. Folgendes ist ein wörtlicher Auszug derInstructionen, welche Friedrich II., König von Preussen,den Odicicren seiner Armeen ertheilt hat. Das Zeugnisseines so grossen Feldherrn ist, in diesem Fache, von eini-gem Gewicht!
Meinung von Friedrich If., König von Preussen.
»Wäre mein einziger Zweck der Ruhm, so würde»ich den Krieg immer nur in meinem Lande führen: we-»gen der vielen Yortheile, die mir dadurch gegeben stün-»den. Jedermann dient da zum Kundschafter, und der»Feind könnte keinen Schritt thun, ohne verrathen zu wer-'»den. Man kann kühnlieh grosse lleer-Abtheilungen ent-»senden, und dieselben alle, im Kriege möglichen , Opera -»tionen ausführen lassen.«
»Wird der Feind geschlagen, — und dies geschieht»immer in einigen Treffen, — so ist jeder Bauer Soldat,»ihn zu necken. Der Kurfürst Friedrich Wilhelm»machte diese Erfahrung, nach der Schlacht von Fehr-»bellin. Die Bauern tüdteten mehr Soldaten als deren»im Gefecht umgekommen waren. Ich selber habe es nach»der Schlacht von Hoh e n fried b erg erlebt, wo die»Bewohner der schlesischen Gebirge uns viele Flüchtlinge»von der österreichischen Armee zu führten.«
So gesteht also ein Kriegsmann es ein, dass, wenn erhlos für seinen Ruhm, d. h. für den Sieg, gekämpft hätte,er sich nur in seinem Lande hätte schlagen mögen. Späterempfehlt er, in denselben Instructionen, Himmel undHölle in Rewegung zu setzen, um das Land, worinman den Krieg führt, zum Freunde zu haben.
Man beachte, dass der Feind, der uns bekriegt (wennanders, unter solchen Umständen, einer thöricht genug ist,dies zu thun), seine Yerheerungen nicht weithin verbrei-ten kann: um seine Streitkräfte, in einem für ihn so ge-fahrvollen Lande, nicht zu zersplittern; dass er zahlreiche