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Dritter Band.
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A n t u I. C a p. 4- 3o5

Th ü richtet lleglnuen, ein Sniilatenvolk zu bilden.

Man verwechsele aber das System, eine ganze Nationin ihren Milizen zu bewaffnen, nicht mit dem abenteuer-lichen Plan, ein ganzes Volk in Soldaten umzuschaffen,d. h. aus der ganzen Nation bewegliche und hrieggewohnteHeerhaufen zu bilden, bereit, diplomatischen Intrilten unddem Ehrgeiz eines Despoten als Heule zu dienen. DieseNarrheit hat immer nur in solchen Köpfen *) aufspuhenkönnen, denen die Nationalökonomie löllig fremd war.Ein Landwirlh, ein Manufactuiist, ein Kaufmann, ein Hand-werker , ein Taglöhner, ein Arzt und alle übrigen nützli-chen Gewerbe sind damit beschäftigt, der GesellschaftDasjenige zu verschaffen, was sie nährt und erhält;em Soldat hingegen zernichtet Das, Was die Anderenproduciren. Die producirenden Klassen in zernichtendeVerwandeln, oder auch nur, diesen Letzteren grössereWichtigkeit beilegen als Ersteren, und verlangen, dassJedermann vor Allem Soldat sey: heisst, die Nebensacheals Hauptsache betrachten! heisst, den Mangel, der denTod erzeuzt, dem UeberflUsse vorziehen, Welcher dasLeben fristet. Ein Soldatenvolk kann nur vom Raubeleben. Da es nicht producirt, und doch schlechterdingsconsumiren muss, so ist es nothgedrungen, Diejenigen Zuplündern, welche produciren; und sobald es einmal erstAlles, was in seinem Bereiche ist, Freund und Feind, syste-matisch oder tumultuarisch, ausgeplündert hat, muss ess >ch selber verschlingen. Die Geschichte liefert unshiervon zahllose Beispiele.

C A P I T E L V.

Kosten einer Kriegsflotte.

•ßeim Zustande der Völker des heutigen Europa trägt man,^der Aufwand für eine Seemacht ein zwechmässiger sey.

*) Vorzüglich Lykurg« und Napoleons. m.

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