Am u. II. Cap. 3.
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ehren wusste! Nicht die Liebe zum Gold ist es, wasgrosse Männer erzeugt, und sie zu grossen Opfern begei-stert ; unter den Heeren gibt es Tausende von Kriegern, diebei weit geringerem Lohne, dem Vaterland ebenso treudienen als der Feldherr.
Schwer würde es sevn, von denen, durch die KrönungNapoleons, oder durch die Geburt des Königs vonRom, veranlassten Festlichkeitskosten*) auch nur denmindesten Nutzen für Frankreich nachzuweisen. Die Fort-schritte der Aufklärung, und die bevorstehende Einsichtder Völker in ihre wahren Interessen, werden in der Folge-zeit dergleichen Prellereien unfehlbar verachten lehren.
Es ist ein gewöhnlicher Leibspruch der Minister: leichtsey es, gegen die Grösse der Steuern zu declamiren, abersehr schwierig, sie zu schmälern. Es handelt sich aber hiernicht von Dem, was schwierig oder leicht scheinen kann,sondern von der schlimmen Wirkung überschwenglicherSteuern. Ist man übrigens schwach genug, grosse Ausgabenzu dulden, so muss man auch stark genug seyn, um grosseSteuern zu tragen.
Ob die Steuer zur Production beitrage.
Ein anonymes, jedoch allgemein einem Regierungs-beamten **) 'zugeschriebenes, W erk stellt den Grundsatz
*) Ich habe die Rechnung für die Wiege des Königs von Romgesehen, welche die Stadt Paris, deren Behörden vom Kaiser er-nannt waren, zum Geschenke gab. Sie belief sich auf 201,871 Fran-ken : — eine völlig übcrllössige, von Seiten der Pariser Bürger kei-neswegs freiwillige, Ausgabe; wenn man sich gleich alle Mühe’gab,sie als solche darzustellen. Die Freigebigkeit der Städte kannnur dann etwa freiwillig heissen, wann sie ihre Gemeindsbeamtenfrei erwählen; und auch da noch müssen sie fürchten, ihre Stadtbe-amten möchten sich auf Kosten der Gemeinde einschmei-cheln.
**) Grafen von Hauterive: C o ns i de ra tions generalessurla theorie de l’impotetdesdettes i8u5- — DerselbeVerfasser behauptet (S. 4), die Lehre von der Steuer sey der
Zweck aller T h e o r i e e n von der Nationalökonomie.Dies ist geradeso als wenn man sagte: die Wolle sey der Zweck