Band 
Dritter Band.
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A KII A H 0

Die unermessliche Production eines Landes wie Frank-reich würde hinreichen, um unseren Landleuten eine bes-sere tägliche Nahrung zu verschallen, als Gersten- und Hei-dekorn-Brod, wovon mehrere unserer Provinzen leben, wenndie mit der Bestimmung der öll’entlichen Ausgaben Beauf-tragten nicht einen verkehrten Gebrauch von jenen Gel-dern machten, die vom Volk erhoben werden, welches vonDem, was es zahlt, nicht nur keinen Genuss zieht, sondernauch den Muth verloren hat, sich auf die Production Des-sen zu verlegen, was ihm erspriessliclier wäre. Wie vieleAusgaben könnten, nicht nur ohne Nachtheil, sondernsogar mit Nutzen, unterbleiben?! Korsika kostetFrankreich jährlich 800,000 Franken mehr, als es ihm ein-bringt *). Seine Antill en-Colonieen hatten ihm, bis 1789,s 5 oo Millionen Fr. gekostet**)- Wäre all dies Geld auf dieBeförderung der Production, und besonders auf die Com-municationen, verwandt worden, so hätte sich das Loos desVolkes unstreitig enorm verbessert.

Die Na t i 0 n al-Ei t e lk ei t ist kostspielig.

Ihre eigene Eitelkeit verursacht den Völkern eben-sogut Kosten, wie die Fehler ihrer Regierungen. Mankönnte fragen: welchen Nutzen zieht England aus der,jährlich auf i 3 ,ooo Pf. Sterling ( 325 ,000 Franken) sich be-laufenden Pension des Herzogs von Wellington ***),welcher, ausser einem bedeutenden Vermögen, mehrere grosseGehalte bezieht? Es sollen dadurch, sagt man, andere Ge-nerale zur Vertheidigung des Vaterlandes aufgemuntert wer-den. Als hätte man nicht zu allen Zeiten, — von Aristi-des an bis auf Marceau, — talentvolle Männer zur Ver-theidigung des Vaterlandes gefunden, wenn dieses sie zu

*) Diese Summe ist aus der „Finana-Verwaltung“ von Neck er(II. Th. S. 506) entnommen. Gegenwärtig ist sie wahrscheinlichnoch weit stärker geworden.

**) Arthur Young: Heise in Frankreich. S. j,1G der engl.Ausgabe,

***) Man s. das englische Budget von 1818. — Was frommenEngland die 5 Millionen Franken, welche der Bischoff vonDur-huui als jährliche I’frimde bezieht’: 1