Band 
Dritter Band.
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sie unaufhörlich wieder nachwachsen. Beim gewöhnlichenStande der Dinge leben wir alle von unsern Einkünften;und wenn, — wie Dieses hei jeder gut eingerichteten Ge-sellschaft unbestreitbar ist, — ein Theil davon geopfertwerden muss, um dem Uebrigen den Schutz der Regierungzu verschallen, so haben wir den, diesem Zwecke gewid-meten, Theil als einen nützlich verwendeten anzusehen.Wird dieser Dienst gewissenhaft geleistet, und nicht überseinen wahren Werth bezahlt, so wird die Steuer recht-mässig gefordert. Dass die dafür geleistete Bezahlung ingenauem Verhältnisse mit den Einkünften stehe, scheintbillig: denn der dem Steuerpflichtigen geleistete Dienst istumso wichtiger, je bedeutender dessen Einkünfte sind. Die-ser Grundsatz würde jede progressive Steuer verbieten:d. h. jede solche, die in stärkerer Proportion zunähme,wenn der Steuerpflichtige reicher ist*J.

Von der verhält n i ss mussigen und der progressiv cnSteuer.

Ist aber, auf der andern Seite, eine blos verhältniss-miissige Steuer für den Armen nicht drückender als fürden Reichen? Soll Derjenige,welcher nur das zur Ernäh-rung seiner Familie nüthige Brod-Quantum producirt, genaunach demselben Verhnltniss besteuert werden, wie Der-jenige, welcher mittelst seiner ausgezeichneten Talente, sei-ner unermesslichen Güterbesitzungen, seiner bedeutendenCapitale, sich und den Seinigen nicht nur alle Genüsse deskostspieligsten Luxus verschafft, sondern ausserdem noch all-jährlich seinen Schatz vermehrt?

Ein würfe gegen die progressive Steuer.

Sollte in diesem Begehren nicht etwas Unbilliges liegen?Indessen haben, zur Zeit der französischen Revolution, meh-rere Schriftsteller, und namentlich solche, die einen grossenEinfluss auf die Beschlüsse der gesetzgebenden Versammlungausübten, mit grossem Abscheu von der progressiven

') Siehe oben, Seite laS u. uj.

M.