Ab tm. II. Cap. 3.
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Steuer gesprochen*). Man betrachtete sie als eine Ent-muthigungsursache für Jedermann, sein Vermögen zu meh-ren : mithin als ein Hinderungsmittel jeder Art von Vervoll-hommnung; man stellte sie als eine auf die Faulheit gesetztePrämie dar, indem sie, so zu sagen, eine Strafe für dasGedeihen sey. II. Jollivet bewies, in einer Schrift**'),dass, wenn man einem Einkommen von 100 Franken nichtsabforderte, einem Einkommen von 200 Franken aber 10 Pro-cent Steuer abbegehrte, einem Einkommen von 3oo Franken11 Procent, einem Einkommen von 400 Franken 12 Procent,und so fort, man bald auf ein Einkommen stossen würde,welches too Procent bezahlte, d. h. auf eine Steuer, welchedie Gesammtheit des Einkommens hinwegnähme, wasn«ch ungerechter wäre.
Widerlegung.
De>- ehrenwerthe Verfasser hat nicht beachtet, dass esmehrere 4rten von Progressionen gibt, und darunter einesolche, d',e nie mehr als den geringeren Theil desEinkommens hinwegnähme: z. B. die Progression, welchenicht nach dem ganzen Einkommen, sondern nur nachdem Zuwachse***) desselben bestimmt würde. EinBruch theil von diesem Zuwachse würde diesen Zu-wachs niemals vollständig erreichen f).
*) Ruderer sagt, in seinem Journal für Nationalöko-nomie, Moral und Politik, geradezu: „an der völligen„Un ver tr ägl ich k ei t d er progressiven Steuer mit ir-„gend einer gesellschaftlichen Ve r fassu ng d arf n ich t„mehr gezweifelt werden.“ (Bd. I, S. 217.)
**) Von der progressiven Steuer und der Zerstückelung des Ver-mögens : mit dem Motto; „Es j s t j er (J e j e r, welcher seineeigenen Eingeweide zerre isst.“
»«#) Nämlich über einen bestimmten Punkt hinaus. Z. B. vonDem, was 5oo Gulden übersteigt, ein Viertel mehr als die gewöhn-liche Steuerquote; von Dem, was 2000 Gulden übersteigt, ein Drit-tel mehr als jene Quote etc. M.
t) Geschweige denn das gante Einkommen! M.
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