42Ö
A Bf II A N G.
zu beargwöhnen ich mir nicht erlaube, hat die systema-tische Verteidigung grosser öffentlicher Ausgaben undstarlier Steuern übernommen*). Es ist gut, sjgt er, wenndas Volk starke Lasten tragen lernt, damit es im Notfällezur Verteidigung des Vaterlandes beisteuere, und die Re-gierung im Stande sey, die Institutionen zu verbessern,geleistete Dienste zu belohnen, und Wissenschaften, Lite-ratur und Künste zu unterstützen.
Garnier sagt, in seiner Vorrede zu Adam Smith’sWerk (S. Lxvnj), es sey gut, wenn die Gewerbsklasse,nachdem sie genug gearbeitet, um ihre Bedürfnisse zubestreiten, noch weiter arbeite, um die Bedürfnisse Der-jenigen zu befriedigen, welche von der Steuer leben.Noch andere Schriftsteller, die meistens der Verwaltungangehören, oder wenigstens bald anzugehören hoffen,vertheidigeu denselben Satz.
Sie nnterstellen A1le, deren Geldertrag werde gut
ange wendet.
Um diese Schriftsteller zu bekämpfen, muss man Das,W T as sie blos voraussetzen, als wahr annehmen: näm-lich dass der Steuerertrag immer heilsam verwendet werde,und nicht zu Besoldung von unnützen, oder gar vonschlechten, Menschen diene; dass er nie ein Werkzeugder Bestechung und Bedrückung sey ; dass die dadurchgeförderten Staats-Einrichtungen alle zum Wohlstände, zurVerbesserung, und zum wahren Ruhme, der Völker bei-tragen. — Geben wir also diese sämmtlichen Voraus-setzungen zu!
Die Ausgaben der englischen Regieruug, und dieSteuern, welche sie zur Folge hatten, mussten unstreitigeinige Fortschritte in allen Zweigen der Industrie herbei-f'ühren. Ein gewerbsames Volk , in dessen Mitte grosseCapitale angebäuft lagen, musste, fortwährend von Bedürf-nissen aller Art bestürmt, seinen Geist auf die Folter span-nen , um alle Mittel der Production zu nützen, und die
*) John Bristed, in sciuen „ llülfsquellen des britischenReiches.“