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Dritter Band.
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Abtu. IV. Cap. a.

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des Geldes seiber ist veränderlich, 1000 Franken haben im Jahr>83o zu Paris nicht mehr denselben Werth, den sie vor derRevolution daselbst hatten. Lavoisier selber gesteht, dassman sich bei Abschätzung der Producte leicht irren könne.»Fast bei allen Versuchen dieser Art hat man«, sagt er,»einen und denselben Werth 2 , auch 3 mal in Rechnung»genommen, und ist dadurch auf ein falsches oder übertrie-»benes Resultat gekommen*).«

Die Bevölkerung eines Landes ist schwer auszumit»teln.

Man sollte meynen, die Bevölkerung einer Stadt, einesBezirks, müsse sich mit ziemlicher Genauigkeit angeben las-sen. Die Seelenzahl ist, wie es scheint, eine so bestimmteThatsache, dass sie leicht muss ausgemittelt werden könnenjund doch ist nichts mit so vielen Schwierigkeiten verbun-den. Man hat es dabei nicht mit einem trägen und willen-losen Stoffe, sondern mit belebten Wesen, zu thun, die,durch ihre Bedürfnisse, ihren Geschmack, ihre Interessenund Leidenschaften in steter Bewegung erhalten werden.Die Aufgabe ist: zu linden, wie viele Menschen in civilisir-ten und darum volkreichen Orten, zu einer gewissen Zeit,vorhanden sind: ich sage zu einer gewissen Zeit:weil die Menschenzahl sich unaufhörlich verändert. Manist daher genüthigt, mehrere Agenten gleichzeitiganzustellen, wovon nicht jeder gleich-fleissig und genau ist:so dass Doppelansätze und Auslassungen zu befürchtenstehen.

Auch hat man die Zahl der Bewohner eines Landesauf verseil ied ene Weise zu schätzen versucht, ohne eineunmittelbare Zählung derselben vorzunehmen. So hat manz. B. durch die in einem Lande beobachtete Getreide - Con-sumtion die Zahl seiner Bewohner bestimmen wollen. Al-lein dieselbe Anzahl von Menschen kauft und verzehrt intheuren Zeiten weit weniger, als in wohlfeilen; und dann,■welche Rechnung lässt sich z. B. auf die Consumtion des

*) Lavoisier: Resultats d'un ouvrage sur la richesseterritoriale de la France: S. 4-