\bth. IV. Cap. 4.
507
Land bringe, gehört er zu den Anhängern von Quesnay.Durch diese Lehre werden Diejenigen, welche sich ansseinen Schriften belehren möchten, wie die Reichthüraererzengt und vertheilt werden, nur irre geführt* * **) ).
Der Orakel-Ton, welchen man den Staatswirthen ansQuesnay's Schule zum Vorwurfe gemacht hat, ist mehrder lächerliche Fehler seiner enthusiastischen Anhänger,als sein eigener. ; Seine Schüler glaubten sich im Besitzeder Evidenz; während man sjeh schon glücklich schätzenmuss, einige Wahrheiten gefunden, oder einige Irrthürnerwiderlegt zu haben. Der wirkliche Vorwurf, welchenman dieser Schule machen kann, ist der, dass sie die ausder Natur der Dinge sich ergebenden Principien mitder Staatsverwaltung verwechselt hat: wie denn Mercierde la Biviere und der Abbe Biudeau, im über-grossen Vertrauen auf die Macht der Evidenz, die, _
wenn sie auch anerkannt wird, doch nicht immer den Sie»davon trägt, — geglaubt haben, sie müsse nolhwendigsich der Fürsten leichter bemächtigen , als der Nationen.Daher ihr gesetzlicher Despotismus, der keineihrer geringsten Träumereien ist;
Es war dies die Folge eines Grundirrthums der gan-zen Secte, wonach sie stets die Natur der auf das B*scynder Gesellschaft sich beziehenden Dinge, mit der Naturderjenigen Dinge, welche auf die Regierung Bezug haben,d. h. die Nationalökonomie mit der P ol i ti k , unddemnächst die speculative Politik mit der Re-gi er un gsk unst■■'*), verwechselte: welch Letztere nichtsAnderes ist, als die Kunst, die Natur der politischen undökonomischen Dinge geschickt zu benützen: gleichwie
•
*) S. die Reflexion» von Turgot, gur la formation etla distribution des richcsses. $. 7 u. 8 .
**) Dupont de Nemours nennt die Nationalökonomie: dieKunst !u regieren. (Siehe die Werke von Turgot, Bd. llf,S. 3iO).) Man sieht, dass er die Kunst, au regieren, mit der Wis-senschaft von der Natur der politischen Dinge, und beidemit der Wissenschaft von der Natur der ökonomischenDinge, verwechselt.