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Meer.
verlieren. DU (Salze des Meeres gehören za den ursprüngli-chen Gebilden unseres Erdballs und die Frage über ihre Ent-stehung ist nach Parrot’s richtiger Ansicht in das Gebiet derGeologie zu verweisen. Dagegen giebt es überwiegende Gründezu vermuthen, dafs die mächtigen Steinsalzlager , die in ver-schiedenen Gegenden häufig gefunden werden, Sedimente desMeeres sind, wie denn auch jetzt noch eine unglaubliche MengeSalz, namentlich in Frankreich, Spanien, Portugal, Italien undselbst in nördlichem Gegenden, dem Meere dadurch abgewon-nen wird, dafs man das Seewasser in geeigneten Gruben ver-dunsten läfst. An vielen Orten, z. B. in der Nähe der Kap-Stadt, giebt es solche natürliche Salzpfannen.
30) Die im Meerwasser enthaltenen Kochsalze geben dem-selben den eigentlich salzigen, die Bittersalze einen bitternGeschmack. Letzteren leiteten manche, namentlich Marsigli,von beigemischtem Bitumen her; allein obgleich viele Erdharzführende Quellen sich in das Meer ergiefsen, so würden siedoch der gesammten Wassermasse einen Geschmack zu erthei-len nicht vermögen und die in der Tiefe angenommenen Stejn-kohlenlager^sind auf jeden Fall nirgends nachgewiesen worden.Viele im Seewasser vorhandene Reste zersetzter organischer Kör-per erzeugen aufserdem den eigenthümiichen Geruch desselbenund machen seinen Geschmack widerlich, so daljs es nichttrinkbar ist, was es ohnehin schon der blofsen Salzigkeit we-gen kaum seyn würde. Wenn daher das mitgenommene und dasbeim Regnen in ausgebreiteten Matten aufgefangene 'frinjkwas—ser den Seefahrern nicht genügt, so gewährt das Seewasserihnen zur Stillung des brennenden Durstes nur eine geringeLinderung, wenn sie sich darin baden oder die damit durch-näfste Wäsche anziehn 1 . Man hat daher von den ältestenZeiten her Mittel gesucht, das Seewasser trinkbar zu machen.Die Angabe des Prinius 2 , dafs die Schiffer die Dünste desSeewassers mit aufgehangenen und ausgespannten Fellen auf-fingen, welche alsdann ausgedrückt süfses Wasser gäben, be-ruht ohne Zweifel auf mifsverstandenen Sagen, und das Ver-fahren, welches er vorschlägt, hohle Gefäfse von Wachs in
1 Möser’s patriotisch« Phantasien. Th. II. S. -265.
2 Hist. Nat. XXXI. 6.