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Meer.
wegs aber die Salze ausgeschieden, und Hales 1 mufste daherdas Seewasser nach dem Faulen noch viermal destilliren-, umes trinkbar zu machen.
Dafs das Meer-Eis aus süfsem Wasser bestehe, war in-sofern seit den ältesten Zeiten bekannt, als namentlich an denholländischen Küsten solches Eis- zum Bierbrauen genommenwurde, allein Samuel Reyiiek 1 2 machte zuerst am Ende des17ten Jahrhunderts die Naturforscher hierauf aufmerksam undveranlafste die vielen Untersuchungen, wodurch diese von daan das auffallende Phänomen zu erklären sich bemühten. Ge-genwärtig weifs man, dafs der Procefs des Gefrierens an sicheine Ausscheidung der Salze bewirkt und hierdurch also dasSeewasser trinkbar gemacht wird, hauptsächlich wenn mandas in den Zwischenräumen des Eises befindliche Wasser vordem Schmelzen entfernt. Die Seefahrer in den Polarmeerenkönnen daher nie wegen Wassermangels in Verlegenheit kom-men, allein ein künstliches Gefrierenmachen des Seewassers imGrofsen, welches neuerdings nach Art der Eisbildung mittelstVerdunstung 3 zu bewerkstelligen vorgeschlagen wurde, ist ausleicht begreiflichen Gründen unausführbar.
Das vierte und einzige ausführbare Mittel der Reinigungist die Destillation, wobei nur das reine Wasser in Dampfverwandelt aufsteigt und durch Niederschlagung abgesonderterhalten wird. Früher glaubte man, es bedürfe hierbei künst-licher Mittel zur Entfernung dir bitteren Bestandtheile, Hau-ton 4 destillirte dasselbe daher über Potasche und wollte dasDestillat noch aufserdem durch eine Erde reinigen, Lister 5destillirte es über Seegras [alga marina), Apflehy und Wat-so» 6 über Höllenstein , gebrannte Knochen und ätzendes Kali,Chapmann 7 über Seife und Asche. Nach allen diesen nutz-losen Vorschlägen kam man endlich auf das richtige Verfah-ren zurück, das Seewasser durch einfache Destillation trink-bar zu machen, und die Aufgabe war nur, eine hierzu be-
1 Edinb. Medical Essays. T. V.
2 Acta Erud. Lips., 161)7, p. 31)8. Vergl. uutpu jj. 50.
3 S. Wärme; künstliche Kälte.
4 Phil. Trans. N. 67.
5 Ebend. N. 156.
6 Ebend. T. XLV1I1. P. I. p. 69.
7 Ebend. T. L. P. II. p. 635. -