Leuchten desselben.
1717
dafs Seefische und das Wasser, worin sie sich befinden, beimAnfänge der Fäulnifs phosphoresciren. Die meisten Naturfor-scher fanden jedoch bald, dafs die leuchtende Substanz zurThierwelt gehöre, und ihre Untersuchung war hauptsächlichnur darauf gerichtet, die eigentümlichen Thierarten kennenzu lernen, die das Leuchten verursachen; Le Roi 1 hielt dieSubstanzen, die das Schilf bei Tage in die Höhe warf undwelche bei Nacht den leuchtenden Schein gaben, deswegennicht für Thiere, weil er sie, mit einem Tuche aufgefangen,rund und ohne Merkmale thierischen Lebens fand. Vianelh 1 2 ,Criselini 3 4 5 , Nollet*, Fougeroux de Bonoaroy®, Forskal 6 ,Bartholin 7 , Donati 8 9 , Riville® und andere glaubten dieThierchen zu erkennen, die das Leuchten bewirken, und be-schrieben die verschiedenen Arten derselben, Bajo.n 10 * suchtedie Ursache in der Reibung der Wassertheilchen und Cou-urenieke 11 in gewissen allgemeiner verbreiteten phosphori-schen Substanzen. Förster 12 , ein fleifsiger Beobachter, un-terscheidet drei Arten des Leuchtens, zuerst dasjenige, wel-ches bei einigen Wellen in der Nähe der.Schiffe wahrgenom-iren wird und ihm elektrischer Natur zu seyn scheint, dannein während langer Wind stille und bei heifsem Wetter stattfindendes, weit verbreitetes, nach seiner Ansicht phosphori-sches Leuchten der See und endlich das in einzelnen Funkensichtbar werdende Leuchten kleiner Thierchen.
56) Das Leuchten des Meeres ist nicht blofs der Stärkenach verschieden, sondern zuweilen der ganzen Art nach, und
1 M^m. präs. ä l’Acad. T. III.
2 Nuove scoperte iutoruo alle luci noturne dell’ acqua uiarina.Venez.
3 Observatious sur la scolopendre marine luisante. Veuise1750. 8.
4 Me’m. de Par. 1750.
6 Niebciir Reise nach Arabien. Th. 1. S. 7.
7 De lace animalium.
8 Auszug s. Naturgeschichte d. adriatischen Meeies u. s. w. Halle1753. 4.
9 Mem. pre’s. T. III.
10 Rozier observat. T. III. p. 104.
12 Bemerk. S. 52 ff.