Wellen.
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rerticaler Richtung abwechselnd gehoben werden und wiederherabsinken, ohne in Beziehung auf die horizontale Ebeneihren Ort zu verändern, ausgenommen sofern dieses durch dasHinstreichen des Windes über die Oberfläche des Wassers be-wirkt wird. Hieraus erklärt sich leicht die außerordentlichlange Zeit, welche auf der See ausgeworfene Flaschen, wie dieSeefahrer solche zuweilen mit eingeschlossenen Berichten aus-?uwerfen pflegen, meistens bedürfen, ehe sie irgend eine Kü-ste erreichen. Wenn man aber von der Geschwindigkeit derfVellen redet, so versteht man darunter die Zeit, welche dieErhöhung einer Welle bedarf, um scheinbar durch die nächst-folgende Vertiefung zu einer abermaligen Erhöhung und soabwechselnd durch Wellenberge und Wellenthäler bis zu ei-ner gewissen Entfernung zu gelangen.
69) Denkt man sich zuerst die nach hydrostatischen Ge-setzen ebene Oberfläche der Teiche, Seen und des Meeres, sokann man sich leicht vorstellen, wie auf diesen, insbesondereden letztem, Wellen entstehn müssen, sobald der Wind ineinem spitzen Winkel gegen sie stöfst, eine partielle Streckederselben niederdrückt und gleichzeitig durch die Adhäsion an dieWassertheilchen mit sich fortzureifsen strebt. Die niederge-drückte Stelle hebt sich wieder, kommt hierdurch nach demGesetze der Trägheit über die anfängliche Ebene empor, er-zeugt dadurch ein Sinken der sie begrenzenden Wassersäulenund so folgen, nach Art der Pendelschwingungen, die wech-selnden Oscillationen in reoelmäfsisjen Zeilintervallen. NachScobesby 1 ist daher die Wind- oder Wetterseite in der Nähedes Ufers selbst beim Sturme eben, die Wellen nehmen abervon da an nach dem Verhältnisse der Stärke des Windes zu,je weiter man sich vom Ufer entfernt, bis sie das Maximumihrer Gröfse erreicht haben , und behalten dieses selbst bis aufmehrere Seemeilen über den Bereich des Windes hinaus bei.Die Behauptung ferner, dafs die feuchte Luft weniger Adhä-sion zum Wasser hat, als die trockene, und daher bei erstererdie Wellen kleiner sind, als bei der letztem, gleiche Stärke desWindes vorausgesetzt, erhält ihre Bedeutsamkeit vorzüglich nurdurch die Autorität eines so erfahrenen Seemannes. Ebensosoll auch nach der Meinung der meisten Seefahrer der Regen
1 Account of the arctic regions. T. I. p. 231.