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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meer.

Ebene lag, und dann betrug seine Erhebung über:den tief-sten Stand des Schiffes 25 par. Fufs. Bei einer andern Ge-legenheit schätzte er die Höhe eines Wasserberges, welcher,das Schiff umzuwerfen drohte , auf 32 Fufs. Dieses ist so-nach wohl dje gr.öfste Höhe, welche die Wellen auf demfreien grofsen Oceane erreichen, und also die Angabe von Bhe-montif.r 1 übertrieben, wenn er sagt, dafs nach der Angabeverschiedener Seefahrer die flöhe der größten Wellen 20 Me»ter erreiche, und wenn von 100 und mehr Fufs hohen Wel-len die Rede ist, so verdienen solche Angaben überall keinenGlauben. Scoresby 1 2 erwähnt, dafs gewöhnliche Wellennach Boyle 6 Fufs Höhe über dem mittleren Spiegel, also12 F. absolute Höhe haben, und setzt hinzu, dafs außeror-dentliche, sich durchkreuzende oder über einander schlagendeWellen viel höher sind.

72) Ueber die Tiefe, bis zu welcher sich die den Wel-len zuge hörige Bewegung der Wassertheilchen herabwärts er-streckt, herrschte früher sehr allgemein die durch Bergmaxvverbreitete Meinung, dafs sie nur gering sey, sich auf jedenFall nicht weiter als bis J5 Faden tief unter den Wasser-spiegel erstrecke und nach dem Berichte erfahrner Seemän-ner bei 4 Faden schon ganz unbedeutend sey, .da die ostin-idischen Perlenfischer kein Bedenken trügen unterzntauchen,wenn bei stürmischer See die Schilfe nicht auszulaufen wag-ten. Die Angabe scheint indefs unbegründet, denn'rdie Per-lenfischer an den Küsten des persischen Meerbusens tauchennur bei ganz heiterem Wetter und die Gebrüder Weber 3nahmen bei kleinen Wellen noch Bewegung der Wassertheil-chen in einer Tiefe wahr, welche der 350fachen Wellenhöheentsprach. Neuerdings hat jedoch Bremostier 4 durch un-zweifelhafte Thatsachen dargethan, dafs das Wasser durch die"Wellen bis zu SO und mehr Fufs Tiefe in Bewegung gesetztwird, auch erwähnt er die Beobachtungen von Coudraye,wonach die Wellen auf der grofsen Bank von Neufundland beieiner Wassertiefe von 250 bis 300 Fufs keinen freien Spiel-

1 Journ. de Phys. T. LXXIX. p. 92.

2 Account of the Arctic licgious. T. 1. p. 219.

S Wellenlehre S. 43. . .1

4 A. a. O.