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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meer.

Richtung zu bewegen scheinen. Es mufs daher jedes Wasser-theilchen , welches von den Polen dem Aequator znfliefst, eineum so viel schnellere Bewegung von Osten nach Westen anneh-men, je 1 ...-I 1 T und in je kürzerer Zeit es sich dem Aequatornähert, durch seine Adhäsion an die übrigen Wassertheilchenaber, welche an dem Unschwunge der Erde um ihre Axe be-reits Theil nehmen, um so viel mehr verzögert werden, je längeres mit ihnen in Berührung bleibt oder je längere Zeit es ge-braucht, um aus den höhern in die niedern Breiten zu gelan-gen. Hieraus wird also deutlich, auf welche Weise durchden vereinten Einfluls der Ebbe und Fluth und der Rotationder Erde die allgemeine westliche Strömung der Meere in denAequinoctialgegenden entstehn müsse,

83) Unter den verschiedenen Strömungen , welche durchdiese allgemeine westliche erzeugt oder mindestens bedingtwerden, ist für Europa der Golphstrom bei weitem der wich-tigste, Man darf annehmen, dafs diese ganze Strömung ihrett«• Ursprung dicht an der africanischen Küste erhält und unterdem Namen des äquatorischen Stromes den Küsten America’*entgesenfliefst. Nach Rennel 1 erhält er seinen Anfang un-mittelbar unter dem Aequator, indem nördlich über demsel-ben gerade die entgegengesetzte Strömung herrscht, wo zweistarke Ströme einander parallel nach ganz entgegengesetztenRichtungen fliefsen. Im Meridian von St. Thomas ist seinenördlichste Grenze zwischen 2 bis 3 Grad südlicher Breite,seine Richtung genau westlich zwischen 7°)5 östl. und 7 °i 5westl. Länge von Greenwich und seine Geschwindigkeit un-gefähr 40 Seemeilen in 24 Stunden. Unter 8° westl. Längeund 5° südl. B. ist die Richtung der allgemeinen Strömungvon S. O. herkommend, diese stöfst also schräg gegen denAequatorialstrom und dient hierdurch zu seiner Unterstützung.Unter 23° westl. L. theilt er sich in zwei Arme, deren eineretwas nach N. W. gerichtet sein Wasser in das atlantischeMeer ausbreitet, der andere dagegen, bei weitem der stärkere,nimmt eine Richtung nach S. W. hin an und behält diese beibis an die Küsten von America, wo er durch den Vorsprungder Küste zwischen Cap St. Roque und Cap St. Augustin sich

1 Investigation of the Cqrrent» of the Atlantic Ocean . Lond.1832. Vefgl. Smiii Account of Experiments eet. p. 441.