Meridiankreis.
1811
p=7T + ^7T + ^ Cos. (g) — s) .
s =ff + j/ ff + ^ Sin. (qp — s) Cotg. p+f4 Cotg. p +
Die Gröfse v läfst sich auch isolirt durch Beobachtung einesdem Aecprator sehr nahen Sterns bestimmen. Für ein solches
Gestirn hat man nämlich
& = o J o v Cosec. p,
und wenn man den Stern immer in der Nähe des Meridians,auch mit umgewendetem Declinationskreise beobachtet,
s’ = a 4* J a — v Cosec. p.
Ist aber t und t die Sternzeit einer jeden dieser beiden Beob-
achtungen, so ist s'— s = t' — t und daher
Um ebenso die Gröfse fx für sich zu bestimmen, giebt dieerste der Gleichungen (IV), wenn man denselben Stern inzwei auf einander folgenden Beobachtungen mit verkehrtemDeclinationskreise durchgehn läfst,
s = o Jo X Cotg. p Sin. Cg> — s) (x Cotg. p -j-v Cosec. p
und
s'=</-|- Jo + X Cotg. pSin. (g> — s) — /x Cotg.p — v Cosec. p.Daraus erhält man, wenn wieder t und t' die Uhrzeiten derbeiden Beobachtungen sind, die Gröfse
(x Cotg.p + j<Cosec.p = 4(t — O —— </),
also auch, da man den Werth von v bereits aus dem Vor-hergehenden kennt, die Gröfse fx. Man sieht, dafs man zudiesen Bestimmungen am vortheilhaftesten einen dem Pole na-hen Stern nehmen wird.
Kennt man aber auf diese Weise die Gröfsen fi und v, sowird man dann auch die Werthe von q> und A auf folgende Artgenau bestimmen können. Setzt man nämlich der Kürze we-gen n — fl Cotg. p + v Cosec. p und für eine zweite Be-obachtung desselben Sterns, ohne Wendung des Declinations-kreises, n' = fi Cotg. p' + v Cosec. p', so hat man, wie in denGleichungen (UI),
Tang. [9 — Hs'— *)] =- v Cotg.p
und
Sin. [q> — \ (s' -f- s)] Sin. * (s — s) ’