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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Geschichte derselben.

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den zu können glaubt. Auch in den neuesten Zeiten konntenverschiedene interessante Probleme, z. B. über den Zusam-menhang der Winde und der Regenmengen nach L. v. Buch,über die in ungleiche Jahreszeiten fallenden gröfsten Regen-mengen der verschiedenen Gegenden nach Gasfariit, insbe-sondere aber die sehr wichtige Frage über den Einflufs desMondes auf das Barometer nach La Plack und Bouvard,Flaugerques und Schübler nur durch vorhandene vieljäh-rige Beobachtungslisten beantwortet werden.

8) Auf welche Weise das Aufzeichnen der Witterung ge-schehn mufs, oder wie die Witterungstabellen einzurichtensind, darüber lassen sich nicht wohl bestimmte Regeln ange-ben. Einestheils ist die Aufgabe ausnehmend leicht, sofern je-mand irgend eine ihm anderweitig durch Uebung gewohnteForm wählen kann, anderntheils darf dabei viel Willkür herr-schen ; denn unter der Voraussetzung, dafs die gebrauchtenWerkzeuge richtig sind und der Beobachter ihre Sprache ver-steht, also richtige Data aufzeichnet, was sich von selbst ver-steht, ist es im Ganzen von untergeordneter Wichtigkeit, obdie Aufzeichnung täglich einmal oder etlichemal und an wel-chen Stunden sie geschieht (welche letztere jedoch regelmäfsigbeibehalten werden müssen), ob in Form von Tabellen mitoder ohne Abkürzungen oder auf irgend eine sonst beliebigeWeise aufgezeichnet wird, indem hierüber ohnehin meistensanderweitig bedingende Umstände, namentlich Gewohnheit,Bequemlichkeit und die zwischen andern Beschäftigungen ge-legen zu wählende Zeit, zu entscheiden pflegen. Inzwischenhat sich allmälig eine gewisse Regel gebildet, die als sach-gemäfs und bequem ziemlich allgemein befolgt wird. Hier-nach schreibt man tabellarisch neben einander den Stand desBarometers und des an ihm befindlichen Thermometers imFreien, des Hygrometers oder Psychrometers, die Richtungund auch wohl die Stärke des Windes und die Beschaffenheitdes Himmels. Für die letztere wählt man meistens blofseZahlen, indem 0 ganz heitern Himmel und 1, 2, 3, 4 dieGradationen des wolkigen oder bedeckten Himmels bezeich-nen; die meteorischen Erscheinungen, Regen, Schnee, Reif,Nebel u. s. w. werden durch die zugehörigen Anfangsbuch-staben angedeutet, wobei sich von selbst versteht, dafs einesolche Tabelle noch aufserdem einigen Raum zur Aufzeich-