1828
Meteorologie.
nung der Regenmengen un'd ungewöhnlichen Erscheinungen,als der Nordlichter, des Höhrauches, heftiger Stürme n. s. w.haben mufs. Die Zeit, welche man zum Aufzeichnen wählt,ist am besten Morgens und Abends um 9 Uhr und Mittagsetwa um 2 Uhr, weil in diese letztere das Maximum der Tem-peratur zu fallen pflegt. Ist man in diesen, allerdings zweck-mäfsigsten Stunden verhindert, so können auch andere, z. B.
6 oder 8 Uhr Morgens und 10 Uhr Abends gewählt werden;auch genügt es täglich nur zweimal oder selbst nur einmalaufzuzeichnen, obgleich die für irgend einen Ort zu erwar-tenden Resultate über den Gang der Witterung daselbst um soviel schärfer werden, je öfter täglich aufgezeichnet wird, undfür gewisse Probleme selbst eine stündliche Aufzeichnung er-forderlich ist.
9) Solcher Witterungsverzeichnisse haben wir verschie-dene schon aus frühem Zeiten und gegenwärtig ist ihre Zahlausnehmend grofs. Zu den altern und wegen ihres grofsenZeitumfanges sehr schätzbaren gehören die auf der Sternwartezu Paris seit dem Anfänge des vorigen Jahrhunderts mehr oderminder vollständig geführten Register, die des Pater Cotteund diejenigen, die wir dem anhaltenden Fleifse Gronau’szu Berlin verdanken. Zu Kopenhagen hat Horrebow frühangefangen, meteorologische Register zu führen, und auch ei-nen Theil seiner Tabellen bekannt gemacht 1 . Schätzbar sindferner die Beobachtungen Toaedo’s und die Aufzeichnungen,welche Gatterer mit einer für die damalige Zeit seltenenGenauigkeit viele Jahre hindurch zu Göttingen gewissenhaftfortgesetzt hat. Unter die vollständigsten aus diesem Jahrhun-dert gehören ferner die Carlsruher Tabellen von Boeckmannund Wucherer, die des Canonicus Stark, zu Augsburg ,hauptsächlich aber die Strafsburger durch Herrenschneidermit aufserordentlicher Sorgfalt geführten, und so liefsen sichnoch viele andere namhaft machen , wenn es der Mühe weTthwäre, sie hier schon zu nennen, da ohnehin mehrere dersel-ben bei der Aufsuchung der für einzelne Meteore statt fin-denden Gesetze erwähnt werden, ln einigen Ländern herrschtdie Sitte, die klimatischen Verhältnisse gewisser Districte na-
1 Tractatus bistorico-meteorl. continen» ob». XXM annorumin obicrvatorio Harniemi facta». Harn. 1780. 4.