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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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1856
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1856 Meteorologie.

Dampfes niedergeschlagen und dadurch die Barometerhöhe ruklein gemessen werden könnte. Es ist daher rathsam, einenmit Baumwolle umkleideten Stift von Fischbein in die ver-schlossene Röhre zu schieben und diese vor dem jedesmaligenGebrauche herauszuziehn. Werden alle diese Vorsichtsmafsre-geln angewandt, verläfst sich ferner der Künstler nicht aufseine Abmessungen der Dimensionen, sondern richtet er dasInstrument nach einem guten Normalbarometer ab, vermeidetder Beobachter den Einflufs der wechselnden Temperatur undsucht er sich durch einige vorläufige Vergleichungen der er-haltenen Größen mit den Eigenthümlichkeiten dieses Appara-tes vertraut zu machen, so giebt es Resultate von hinreichen-der Genauigkeit. Allerdings wird dieses Barometer das eigent-liche, ohnehin leichter zu behandelnde und eine mindestensdreimal kleinere Fehlergrenze zulassende weder ersetzen, nochviel weniger verdrängen, allein dennoch verdiente dasselbewegen seiner unverwüstlichen Dauerhaftigkeit mehr in Ge-brauch zu kommen, da man so oft mit Betrübnifs liest, dafswegen zerbrochenen Barometers die Beobachtungen gerade dafehlen , wo man sie am liebsten angestellt wünschen mufs.

25) Woixaston 1 hat ein sinnreich construirtes Instru-ment unter dem Namen eines Differentialbarometers bekanntgemacht, welches diesen Namen in Wahrheit verdient. Mannimmt den hydrostatischen Gesetzen gemäfs an, dafs das Ba-rometer in Räumen, die nicht durch luftdichte Wände voneinander geschieden sind, einen gleichen Stand haben müsse,weswegen es auch gleichviel ist, ob ein Barometer im einenoder in einem andern Zimmer oder auf einem Gange hängt,wenn nur in derselben horizontalen Ebene. Ist jedoch einZimmer auf die gewöhnliche Weise verschlossen und findet indemselben ein Luftzug durch einen Camin, einen Windofen,einen Ventilator u. s. w. statt, so wird der Druck der Luftetwas geringer, ein sehr empfindliches Barometer zeigt selbstbei ruhiger Luft stete Schwankungen, ebenso wie bei Winden,ein Wasserbarometer würde diese noch stärker and ein Baro-meter von Weingeist in noch höherem Grade zeigen. Da solche

1 Phil. Trans. 1829. p. 133. Daraus in Poggendorff Ann. XVI,618. nnd in Edinb. Journ. of Sc. N. XX. p. 354. (Am letzten Orteohne Zeichnung.)