1884
Meteorologie.
an Zahl von 1827 an bis 1830 in der Nähe von Edinburg un-ter 55° 55' 20" N. B. und 3” 14' 22",5 westl. L. von Green-wich anstellte. Täglich wurden fünf Beobachtungen aufge-zeichnet, nach der gewählten Bezeichnung um 4, 8, 10, 20,5und 22 Uhr, die gebrauchten Barometer waren sehr sorgfältigconstruirt und für diesen Zweck, wobei es auf die absoluteLänge der Quecksilbersäule nicht ankommt, vollkommen ge-nügend, auch das Thermometer, welches noch gröfsere Rück-sicht verdient, war von vorzüglicher Genauigkeit. Die auf0° C. reducirten Barometerstände, nach den (meteorologischen)Jahreszeiten geordnet, waren folgende.
Jahreszeiten
4 Uhr
8 Uhr
10 Uhr
20 Uhr29,365129,389629,437829,43S629,4078
22 Uhr
Frühling
Sommer
Herbst
Winter
29,343»
29,3715
29,4286
29,4416
29,3618
29,3812
29,4360
29,4447
29,3640
29,3866
29,4312
29,4425
29,4061
29,3589
29,3820
29,4422
29,4447
29,4070
Mittel ,29,3964
29,4059
Hiernach steigt das Barometer vom ersten Minimum um 4Uhr bis zum ersten Maximum um 10 Uhr um 0,0097 Zollund fällt vom zweiten Maximum Morgens 20 Uhr bis zumersten Minimum Nachmittags 4 Uhr um — 0,0114. Abgesehnvon der geringen Gröfse dieser Schwankung ist es bei diesengenauen Beobachtungen, wenn man sie mit den bisher mit-getheilten vergleicht, sehr auffallend, dafs das zweite Maxi-mum näher bei 20 Uhr, als bei 22 Uhr liegt, da zur erstenZeit der mittlere Barometerstand gröfser ist. Aus gleichemGrunde liegt das erste Maximum näher bei 10 Uhr als bei 8Uhr, das erste Minimum aber, das allein beobachtete, mag im-merhin übereinstimmend mit andern Orten um 4 Uhr im Mit-tel fallen.
35) Der Einßujs der Jahreszeiten ist nicht zu verkennen,indem die Wendestunden in Edinburg , wie zu Halle, imSommer sich weiter vom Mittage entfernen, als im Winter.Forues zeigt dieses durch folgende Zusammenstellung.
cet. 1831. Aus den Edinb. Phil. Trans, besonders abgedruckt. Vergl.Ediub. Journ. of Sc. N. Ser. N. Xtl. p. 261.