1885
Apparate. Barometer.
Jahreszeiten
Morgenperiode
Nachmittagsperiode
Stunde
Oscill,
Stunde
Oscill.
Frühling
20
0,0213
10
0,0202
Sommer
20
0,0181
10
0,0151
Herbst
22
0,0136
8
0,0074
Winter
22
0,0031
8
0,0031
Aus diesen Beobachtungen geht also gleichfalls hervor, dafsdas Barometer zur Zeit der Wendestunde des Maximums amMorgen höher steht, als am Abend, und zur Zeit der Wen-destunde des Minimums am Nachmittage niedriger als in derNacht, und zwar im Verhältnifs von 1,18:1.
Crahay , 1 stellte zu Maestricht in den Jahren 1831, 1832und 1833 stündliche Beobachtungen an, um die eigentlicheZeit des Maximums und des Minimums der Barometerhöhenaufzufinden, und erhielt im Mittel für das erstere 9’‘,259 Mor-gens , für das letztere 3 Il ,812 Nachmittags. Rücksichtlich dereinzelnen Monate entfernte sich diese Bestimmung für dasMaximum im Februar und Juni am meisten vom Mittel undkam w'eit früher, als in den andern Monaten, dagegen fiel dasMinimum in den Monaten April, Mai, Juni, Julius und Au-gust viel später, als in den andern Monaten. Dieses führtezu dem Schlüsse, dafs in den Sommermonaten vom April bisSeptember inclusive das Maximum früher, das Minimum da-gegen später eintrete, als in den übrigen Monaten. Nach ge-nauerer Bestimmung beträgt das Zeitintervall zwischen beidenOscillationen in jenem Zeiträume 7,6754 und in diesem 5,7227Stunden. Rücksichtlich der Gröfse der Oscillationen fand Sy-kes 2 zu Puhna unter 18° N. B. und 1823 engl. F. über derMeeresiläche den Unterschied zwischen dem höchsten Baro-meterstände am Morgen zwischen 9 und 10 Uhr und am Nach-mittage zwischen 4 und 5 Uhr im Juli am geringsten, in denWintermonaten am stärksten, und ebenso war derselbe zu Ma-liabuleshwur in 4500 engl. Fufs Höhe im Juni, Juli und Au-gust am geringsten, im November dagegen am stärksten. DieZusammenstellung der vierzigjährigen Beobachtungen zu Genf 3von 1796 bis 1835 geben die Gröfse der Oscill. in par. Linien
1 L’Institnt. 1835. N. 116. p. 345.
2 Fhi'.os. Trans. 1835. p. 166.
3 Biülioth. univ. 1835. Oec. p. 453.